Doris Görlich zieht sich aus Politik zurück. FP-Vizebürgermeisterin Doris Görlich zieht nun Konsequenzen aus dem Wahlergebnis und nimmt ihr Mandat nicht an.

Von Nicole Frisch. Erstellt am 10. Februar 2020 (06:31)
Doris Görlich ist nach dem schlechten Abschneiden der FP bei den Gemeinderatswahlen zurückgetreten.
privat

Das Ergebnis der Gemeinderatswahl hat FP-Vizebürgermeisterin Doris Görlich getroffen. Die Freiheitlichen haben zwei Mandate verloren, lediglich eines konnten sie noch halten. Unmittelbar nach der Wahl wollte Görlich als Gemeinderätin weitermachen und bereits geplante Projekte und Veranstaltungen umsetzen. Nun ist sie aber doch zurückgetreten. „Ich war im Wahlkampf viel zu sanft. Das nehme ich auf meine Kappe“, betont sie.

Fünf Jahre lang war sie in der Gemeindepolitik und im Gemeinderat engagiert, seit 2018 sogar als erste Vizebürgermeisterin der Marktgemeinde – ein Aspekt, auf den sie besonders stolz ist. „Ich habe aber erkannt, dass ich nicht die Härte als Politikerin habe“, sagt Görlich. Fünf Jahre Opposition habe sie sich letztendlich doch nicht zugetraut. „Jetzt bedauern sie noch meinen Rücktritt, in fünf Jahren hätten sie mich loswerden wollen“, meint Görlich.

Bis zur konstituierenden Sitzung bleibt Görlich Vizebürgermeisterin. Das FP-Mandat im Gemeinderat wird sie dann jedoch nicht mehr annehmen. Auch in der Ortspartei wird sie sich dann nicht mehr engagieren. „Ich war bis vor fünf Jahren parteilos, ich werde es jetzt auch wieder sein“, hält sie im Gespräch mit der NÖN fest. Als Bürgerin möchte sie sich aber weiterhin in der Gemeinde engagieren.

Wer statt ihr das Mandat im Gemeinderat annehmen wird, steht derzeit noch nicht fest. Die FP-Ortspartei muss darüber noch beraten.