Einsatz in der Ost-Ukraine: Training für Beobachter

Erstellt am 03. April 2022 | 04:17
Lesezeit: 2 Min
440_0008_8316263_gre13rm_kaserne_goetzendorf_c_frisch.jpg
In der Wallensteinkaserne wurden die OSZE-Beobachter für die Ukraine ausgebildet. 
Foto: Nicole Frisch
1.105 Personen wurden in in Götzendorf für die OSZE-Mission ausgebildet.
Werbung
Anzeige

Wer als OSZE-Beobachter in die Ost-Ukraine gehen wollte, erhielt seine Ausbildung in der Götzendorfer Wallensteinkaserne. Das österreichische Bundesheer begann damit im November 2014. 1.105 Personen wurden seither für die Beobachtung dieser Friedensmission ausgebildet. Der letzte Kurs fand im Februar statt. Der aktuelle Status der Beobachter lautet „temporarily evacuated“, so Oberst Sandor Galavics von der Auslandseinsatzbasis. Sie wurden vorübergehend evakuiert.

An der Ausbildung in der Wallensteinkaserne haben Zivilpersonen aus 48 Teilnehmerstaaten der OSZE teilgenommen. Manche hatten bereits einen militärischen oder polizeilichen Hintergrund, andere jedoch nicht.

In Götzendorf wurden sie auf mögliche Situationen, die im Einsatz auf sie zukommen könnten, vorbereitet. Die Schwerpunkte lagen auf dem Verhalten bei Checkpoints und im Fall einer Gefangennahme. Als Abschluss der Ausbildung, die sich in Theorie und Praxis aufgeteilt hat, wurde eine Patrouillensituation simuliert.

Nach der Ausbildung in der Wallensteinkaserne ging es über Kiew weiter in den jeweiligen Einsatzort. Ihre Aufgabe war die Überwachung des Waffenstillstandes zwischen den ukrainischen Regierungstruppen und den Rebellen.

„Jetzt muss man schauen, wie es weitergeht“, sagt Galavics mit Verweis auf den Krieg in der Ukraine. In Götzendorf wäre man jedenfalls bereit, die Ausbildungskooperation in Zukunft fortzusetzen. „Es war eine gute Zusammenarbeit mit der OSZE“, so Galavics.

Werbung