Gasthaus „Zum weißen Rössel“ öffnete letztes Mal

Das Gasthaus „Zum weißen Rössl“, auch „21er“ genannt, hat bereits vor einem Jahr geschlossen. Für eine Abschiedsfeier kam noch einmal Leben in die Gaststube.

Nicole Frisch Erstellt am 03. Oktober 2021 | 04:46
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Das unter dem Namen „21er“ bekannte Gasthaus hatte für die Abschiedsfeier ein letztes Mal geöffnet.
Foto: Nicole Frisch

Für eine Abschiedsfeier öffnete das Gasthaus „Zum weißen Rössel“, auch bekannt als „21er“, noch ein letztes Mal seine Pforten. Das Lokal wurde zwar schon im November geschlossen, aufgrund des Lockdowns war eine Abschiedsfeier mit den Stammgästen damals allerdings nicht möglich. 

1904 wurde das Gasthaus von Anton Danzinger eröffnet. Es war ein Ort, an dem sich Menschen austauschten, Ideen schmiedeten und Karten spielten. Ende der 1950er Jahre fand auch das Extrazimmer viel Anklang. In diesem befand sich nämlich der erste Fernseher in der Gemeinde. 

116 Jahre als Familienbetrieb

Das „21er“ wechselte in seiner 116-jährigen Geschichte mehrmals den Besitzer, blieb aber immer ein Familienbetrieb. Ab 1983 wurde das Gasthaus von Anton Winter, nach seiner Pensionierung von seiner Schwester Auguste weitergeführt. 

Neben einem letzten gemütlichen Beisammensein gab es zum Abschied ein Preisschnapsen, an dem auch der Trautmannsdorfer Altbürgermeister Andreas Maurer teilgenommen hat. „Es war eine würdige letzte Zusammenkunft mit viel Speis und Trank“, hält er fest.

Den Wirtsleuten wünscht er nun einen „gemütlichen und gesunden Ruhestand“. Auch Bürgermeister Kurt Wimmer (ÖVP) verbindet mit dem Gasthaus schöne Erinnerungen. „Es war ein uriges Dorfgasthaus, in dem man sich immer wohlgefühlt hat“, betont er. Und: „Die Backhendln waren die besten.“

Auf NÖN-Nachfrage wollte sich Anton Winter nicht zur Schließung des Gasthauses äußern.