Kriegsmunition auf Baustelle gefunden. Relikte aus dem Zweiten Weltkrieg verzögern die Bauarbeiten an der B15. Der Zeitplan soll aufrechterhalten werden.

Von Ines Garherr. Erstellt am 24. Januar 2019 (04:28)
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Läuft alles nach Plan, soll die Überführung und damit die Strecke nach Ebergassing Ende 2019 befahrbar sein.
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Bei Bauprojekten tritt nicht selten die Geschichte zutage. Nicht anders ist es auch bei der geplanten Bahnüberführung an der B15, die seit Anfang Jänner in Arbeit ist. Munition aus dem Zweiten Weltkrieg, die hier entdeckt wurde, verzögert die Arbeiten derzeit. Die Baustellenverantwortlichen wollen jedoch im Zeitplan bleiben.

„Es ist Routine, solche Untersuchungen auf Baustellen durchführen zu lassen, die auf ehemaligem Kriegsgebiet liegen“, sagt der Leiter der Straßenbauabteilung Tulln, Helmut Salat, im Gespräch mit der NÖN.

Munition soll in zwei Wochen entfernt sein

Bereits im Vorfeld sei klar gewesen, dass es sich bei dem Gelände um eine Verdachtsfläche handelt – in der Nähe des Areals befand sich in den Kriegsjahren nämlich ein Feldflugplatz. Beim Bau der Überführung in Bruck habe man Ähnliches erlebt.

Ein Expertenteam kümmert sich derzeit um die Funde. Es werden Magnetfeldmessungen sowie Messungen mit einem Bodenradar durchgeführt.

„Wir hoffen natürlich, dass wir keine gröberen Granaten oder Ähnliches finden“, stellt Salat fest. Ein Teilbereich wurde bereits freigeräumt. Die Situation sei nicht dramatisch, das Gefährdungspotential der Munition sei nach Jahrzehnten in der Erde nicht mehr hoch. Man liege noch im Zeitplan. In rund vierzehn Tagen wolle man das Material entfernt haben, heißt es bei der Straßenbauabteilung Tulln.