Bundesheer bleibt in Berg

Erstellt am 07. Februar 2022 | 04:39
Lesezeit: 3 Min
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Bürgermeister Andreas Hammer und Oberst Johann Hamedl.
Foto: privat
Das Bundesheer hat den Stützpunkt am ehemaligen Zollamtsgelände in Berg für weitere fünf Jahre gemietet.
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Seit Mai 2021 ist das Bundesheer wieder zurück in Berg (die NÖN berichtete). Aus strategischen Gründen wurde das ehemalige Zollamtsgebäude am Grenzübergang als Stützpunkt gewählt und adaptiert.

Zu den Aufgaben der Einheit, einem Zug, der aus Berufs- und Milizsoldaten aus ganz Österreich besteht, gehört neben der Grenzsicherung auch die Einreisekontrolle sowie die Unterstützung der Polizei bei Aufgriffen von illegal eingereisten Personen.

„Besonders erfreulich ist nun, dass der Stützpunkt am Grenzübergang voraussichtlich bis zumindest 2027 erhalten bleibt“, berichtet Bergs Bürgermeister Andreas Hammer (SPÖ). Für die Sicherheit der Menschen in Berg und im Raum Hainburg sei dies enorm wichtig.

„Man darf nicht vergessen, dass Covid-19 im Moment den Migrationsstrom einbremst, allerdings kann sich das schnell ändern und wir haben dann Verhältnisse wie 2015 in unserem Bezirk und vor allem in Berg“, sagt Hammer.

Nur vereinzelt illegale Grenzüberschreitungen

Die Zahlen zeigten auch, dass sich die Stationierung des Bundesheeres bereits jetzt bewährt habe, es komme in den letzten Monaten nur vereinzelt zu illegalen Grenzübertritten. „So wurden in den ersten Wochen 2022 nur neun Personen im Gemeindegebiet von Berg aufgegriffen, während das Bundesheer im Jahr 2021 von der Donau bis in das südliche Burgenland insgesamt rund 21.000 Aufgriffe verzeichnete. Allein dieser Vergleich zeigt, wie wichtig die Überwachung durch das Bundesheer für unseren Ort ist“, stellt Hammer fest.

Wie lange das Bundesheer in der Region Hainburg stationiert ist, bestimmt sich nach dem Bedarf. „Der Einsatz wird halbjährlich neu beantragt“, erklärt Presseoffizier Robert Kulterer vom Militärkommando Burgenland. Da die letzte Verlängerung im November stattgefunden hätte, müsse dies im Mai wieder erfolgen. Das Land NÖ als Eigentümer des Geländes bestätigt jedenfalls die Vermietung an das Bundesheer bis April 2027.

„Die Heeresverwaltung hat den Stützpunkt für fünf Jahre gemietet, es kann vorher gekündigt werden, umgekehrt besteht aber auch eine Option auf Verlängerung“, heißt es von Seiten der Gebäudeverwaltung des Landes.

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