25 Wohnungen statt Heim

Das ehemalige Pflegeheim in Hainburg wird derzeit abgerissen. Alpenland errichtet Wohnbau.

Erstellt am 06. Oktober 2021 | 05:55
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Der Bagger der Firma Mayer & Co. macht den unteren Teil des ehe- maligen Ulrichsheims dem Erdboden gleich.
Foto: Mayer & Co. GmbH

Ein überdimensionaler Bagger ist derzeit gerade am unteren Teil des Ulrichsheims am Werk. Das desolate Gebäude wurde von der Alpenland Siedlungsgenossenschaft gekauft und wird nun von der Firma Mayer & Co GmbH abgerissen. „Die Abbrucharbeiten erfolgen mit dem im Bezirk größten Abbruchbagger mit einer zusätzlichen Sonderabbruchausrüstung, welche technisch ganz neu ist und hier erstmalig zum Einsatz kommt“, erklärt Daniel Mayer von der Abbruchfirma.

An der Ecke Owesnystraße und Bahnstraße sollen dann in weiterer Folge 25 Wohnungen in einer Größe von 50 bis 111 Quadratmeter samt Tiefgarage errichtet werden. „Die Widmung hier war immer schon Bauland/Wohngebiet“, erklärt Michaela Edlinger vom städtischen Bauamt auf NÖN-Anfrage, dass hier auch gleich nach dem Abriss mit dem Neubau auf der 1.122 Quadratmeter großen Fläche begonnen werden kann. Bezugsfertig sollen die Wohnungen im Herbst 2023 sein. Auf der Freifläche im hinteren Bereich ist außerdem ein Spielplatz geplant.

Den oberen und älteren Teil des Ulrichsheims hat zwar auch die Alpenland-Genossenschaft gekauft, hier besteht derzeit allerdings noch die Widmung Altenheim. Langfristig sei aber auch hier eine Umwidmung und die Errichtung von weiteren Wohnung angedacht.

Kapelle bleibt erhalten

Das Ulrichsheim war über Jahrzehnte als Pflegeheim im Betrieb. Nachdem 2008 der neue Zubau neben dem Krankenhaus errichtet worden war, übersiedelt das Pflegeheim dorthin. Danach stand das Gebäude an der Landstraße lange leer. Nachdem das Land das Haus verkauft hatte, richtete der damalige Besitzer 2015 darin eine Unterkunft für Asylwerber ein. Aufgrund des desolaten Zustands des Gebäudes wurde 2018 beschlossen, die Asylunterkunft zu schließen. Seither war das Gebäude erneut ungenutzt bis es nun die Alpenland kaufte. Die Kapelle des Ulrichsheims an der Landstraße bleibt übrigens in Privatbesitz und soll als Kapelle erhalten werden.