Asylwerber bedrohte Gemeinde-Bedienstete. Als ein Asylwerber (20) kein Geld für die Fahrt nach Wien bekam, drohte er auf dem Rathaus mit Revolver-Geste: „Ich töte dich!“

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 11. Mai 2017 (18:58)
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NOEN, Symbolbild

Untergebracht in einem Flüchtlingsquartier, plante ein 20-jähriger Asylwerber aus Afghanistan einen unterhaltsamen Abend in Wien. Das erforderliche und fehlende Fahrtengeld wollte er sich von staatlicher Quelle holen: Er marschierte auf das Gemeindeamt in Hainburg und forderte von einer Bediensteten 50 Euro.

Als diese nicht gleich das Geld rausrückte und den Asylwerber mit den Vorschriften und dem finanziellen Reglement konfrontierte, ließ er seinem Unmut freien Lauf. Mit einer Handgeste, die einen Revolver symbolisierte, drohte er der GemeindeBediensteten: „Ich töte dich!“

Anklage wegen gefährlicher Drohung

Der 20-Jährige wanderte wegen gefährlicher Drohung auf die Anklagebank. „Nicht schuldig“, erklärte der Asylwerber vor Strafrichter Franz Furtner und beteuerte ein Missverständnis, einen Hörfehler. Er habe niemals eine Morddrohung – „I kill you!“ – geäußert, sondern nur „Kellnerin“ gesagt. Eine nähere Erklärung blieb er schuldig.

Der Richter glaubte allerdings nicht an einen Hörfehler und befand den Asylwerber für schuldig. Er verurteilte den bislang unbescholtenen Afghanen zu vier Monaten bedingt.