Jan Geringer: „Ich bin glücklich, hier mitzuhelfen“. Der 26-jährige Jan Geringer aus Hainburg ist derzeit als Freiwilliger beim Roten Kreuz in der französischen Stadt Bagneux im Einsatz.

Von Josef Rittler. Erstellt am 20. November 2020 (04:33)
Jan Geringer in der Uniform des französischen Roten Kreuzes.
Jan Geringer in der Uniform des französischen Roten Kreuzes.

Die Idee, Auslandserfahrung beim Roten Kreuz zu sammeln, kam Jan Geringer schon während des Zivildienstes im Jahr 2013. Nach dem Zivildienst blieb der Student als Freiwilliger beim Roten Kreuz.

„Sieben Jahre später, nachdem ich von meinem Erasmus-Auslandssemester in Schweden zurück nach Österreich gekommen war und die weltweite Covid-19-Pandemie ausgebrochen ist, habe ich mich, ohne zu zögern, freiwillig für den außerordentlichen Zivildienst gemeldet“, berichtet der 26-Jährige.

Während dieser drei Monate sei der Gedanke eines Auslandseinsatzes wieder aufgetaucht. „Ich habe mit Kollegen darüber gesprochen, dass es bestimmt spannend sein könnte, aber nicht leicht zu verwirklichen.“

Über einen Facebook-Eintrag des Landesverbandes Niederösterreich gelangte der 26-Jährige an die zuständigen Stellen, und schnell war klar, dass er Anfang Oktober nach Paris fliegen werde, um dort die Einheit des Roten Kreuzes in Bagneux zu unterstützen. „Ich wurde herzlich empfangen und konnte mich auch, dank der Unterstützung durch meine neuen Kollegen, rasch einleben“, sagt Geringer.

Neuer Dienstort Bagneux

Bagneux ist ein Vorort von Paris mit knapp 41.000 Einwohnern. Entsprechend viel gibt es zu tun. „Meine Tätigkeiten reichen von der Unterstützung von Bürgerpräventions- und Erste Hilfe-Kursen, Rettungsdiensten bis hin zu sozialen Tätigkeiten, wie jetzt vermehrt Hilfe für besonders vom zweiten Lockdown Betroffene.“

Mitarbeiter des Roten Kreuzes kaufen für isolierte Personen ein, es werden iPads zur Verfügung gestellt, damit die Menschen mit Familie und Freunden in Kontakt bleiben können. An Obdachlose werden Getränke und Essen verteilt.

„In Bagneux bin ich nicht der einzige internationale Freiwillige, sondern arbeite mit einer Kollegin aus Großbritannien zusammen“, sagt Jan. Ganz allgemein gebe es mehrere Rot-Kreuz-Dienstellen in Frankreich, nicht nur jene in Paris, die von internationalen Freiwilligen besetzt werden könnten. „Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich die Möglichkeit ergriffen habe und mithelfen kann“, fasst der junge Hainburger seine bisherigen Erlebnisse zusammen. „Ich kann jedem Freiwilligen beim Roten Kreuz, auch denen, die es noch werden möchten, nur empfehlen, den Schritt nach Frankreich zu wagen, wenn sich im nächsten Jahr die Kooperation weiter festigt.“

Der Aufenthalt wird vom Europäischen Solidaritätskorps, einer Initiative der Europäischen Union, subventioniert.