Gefährlicher Schulweg: „Bus ist überfüllt“

Mangel an Sitzplätzen, kein Abstand: Besorgte Eltern aus dem Bezirk Bruck fürchten um die Sicherheit ihrer Kinder. Ein zusätzlicher Bus soll laut VOR ab November im Einsatz sein.

Erstellt am 13. Oktober 2021 | 05:24
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Mehr Busse zu den Stoßzeiten wünschen sich Eltern von Kindern, die von Hainburg nach Bruck in die Schule pendeln müssen.
Foto: Josef Rittler

„Unser Sohn ist elf Jahre alt und besucht die erste Klasse des Gymnasiums in Bruck. Er klagt täglich darüber, dass er sowohl morgens als auch nach Schulschluss keinen Sitzplatz in einem der Schulbusse ergattern kann“, berichtet Manfred Ehrenreich aus Hainburg. Die Strecke Hainburg nach Bruck sei dermaßen überbelegt, dass schon bei der zweiten Einstiegsstelle in Hainburg auf dem Hauptplatz keine Plätze mehr frei seien. 

Recht des Stärkeren herrscht

Selbiges gelte auch bei der Heimfahrt. „Dazu herrscht offenbar das Recht des Stärkeren. Unser Sohn war als Dritter bei der Einstiegsstelle, hatte aber keine Chance überhaupt in den Bus zu gelangen, da er von Größeren und Älteren verdrängt wurde“, sagt der besorgte Vater. Auch die folgenden Busse seien heillos überfüllt. Hainburg habe viele Schüler, die nach Bruck pendeln müssten, weshalb es völlig unverständlich sei, dass  keine zusätzlichen Busse eingesetzt würden. 

Platzproblem besteht seit Jahren

Seitens des Verkehrsverbundes Ostregion (VOR) verweist man darauf, dass die derzeitigen Busse aus Hainburg Richtung Bruck ausreichten. „Selbstverständlich werden die Fahrgastzahlen laufend und genau geprüft“, lautet die Rückmeldung des VOR-Kundenservice. An einzelnen Tagen könne es abschnittsweise zu Überlastungen bei einzelnen Bussen kommen: „Die Gesamtkapazität der drei Busse reicht jedoch aus.“ Außerdem werde ab 3. November ein zusätzlicher Bus von Petronell-Carnuntum nach Bruck fahren.

„Es freut mich, dass wenigstens auf meine Schreiben vonseiten des VOR eingegangen wurde“, meint Ehrenreich. Dennoch werde ein zusätzlicher Bus ab Petronell-Carnuntum den Hainburgern nichts nützen. Die Platzprobleme gebe es seit Jahren. „Ich hoffe, dass es rasch zu einer zielgerichteten Korrektur der Buseinsätze kommt und in Zukunft auch eine Abstimmung mit Schulen und Elternvertretern erfolgt“, so Ehrenreich.