Bootsunfall: Angehörige wurden zu spät informiert. Im Fall des bei Hainburg auf der Donau gekenterten Bundesheer-Boots hat die Untersuchungskommission erste Ergebnisse präsentiert.

Von Susanne Müller. Erstellt am 03. September 2018 (09:45)
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Bundesheer-Boot gekentert
Spet

"Derzeit gibt es keine Hinweise auf ein technisches Gebrechen oder Fehlverhalten", informiert Oberst Michael Bauer vom Verteidigungsministerium. Ob tatsächlich eine Welle von einem Passagierschiff den Unfall verursacht hat, werde noch untersucht. Wann ein vollständiger Untersuchungsbericht vorliegt, könne man derzeit nicht sagen, das könne bis zu drei Monaten dauern.

Es seien jedenfalls erfahrene Bootsführer aus Salzburg, Villach und Mautern an Bord des verunglückten Pionierboots gewesen, die auch mit dem hiesigen Donauabschnitt vertraut seien.

Information an Angehörige zu spät erfolgt

Bauer räumte ein, dass die Familien der verunglückten jungen Frauen zu spät informiert worden seien. Man habe sich bei den Eltern entschuldigt. Falls es zu Schadenersatz-Ansprüchen kommen sollte, sei klarerweise das Bundesheer erste Anlaufstelle.

„Darüber denken wir aber derzeit nicht nach. Uns geht jetzt um die Betreuung der Angehörigen“, so Bauer.