Bundesheer-Boot nach Unfall sichergestellt. Nach dem Unfall auf der Donau bei Hainburg in Niederösterreich im Rahmen des Girls' Camp des Bundesheeres ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger schwerer Körperverletzung. Das verunglückte Pionierboot wurde sichergestellt. Ermittelt werde gegen den Bootsführer, sagte Friedrich Köhl, Sprecher der Behörde, am Montag auf APA-Anfrage.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 03. September 2018 (10:29)
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Ein Bundesheer-Boot war auf der Donau bei Hainburg gekentert
Ein Bundesheer-Boot war auf der Donau bei Hainburg gekentert.
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Zudem warte die Staatsanwaltschaft auf Ergebnisse der vom Bundesheer eingesetzten Untersuchungskommission. Nach dem Unfall am Samstagvormittag mussten zwei junge Frauen reanimiert werden. Die NÖN berichtete.

Die 22- und die 18-Jährige wurden von Notarzthubschraubern ins AKH bzw. Wilhelminenspital nach Wien geflogen. Der Zustand der Opfer des Unfalls war auch am Montag unverändert. "Weiterhin kritisch", hieß es vom Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV).

Die Untersuchungskommission des Bundesheeres wird am Dienstag um zwei Experten erweitert: Es handle sich dabei um einen Bootstechniker und einen weiteren Bootsführer, teilte Oberst Michael Bauer auf Twitter mit. Darüber hinaus seien die Daten der Schifffahrtbehörde und jener der Rettungsleitstelle angefordert worden.

Zudem wurden laut Bauer die 18 Arbeits-und Transportboote des Heeres "für den Ausbildungsbetrieb solange gesperrt, bis der Abschlussbericht der Untersuchungskommission vorliegt. Wir wollen jedes weitere Risiko ausschließen".

Nicht zuletzt zitierte der Sprecher aus dem Unfallbericht: "Nachdem das Boot umgekippt ist, haben zwei Unteroffiziere unter Einsatz ihres Lebens die Schwimmweste abgelegt, sind unter das Boot getaucht und haben versucht dabei Personen zu finden und zu retten. Dies gelang auch in einigen Fällen."