1993: Prinz Philip zu Besuch in Hainburg. Die königliche Familie und Großbritannien nahmen am Samstag Abschied von Prinz Philip, der vor kurzem im 99. Lebensjahr verstorben war. Der Ehemann der Queen hatte auch Kontakt zu unserer Region: Als Präsident des WWF wurde er im Jahr 1993 im Hainburger Rathaus empfangen.

Von Josef Rittler. Erstellt am 18. April 2021 (08:45)
Prinz Philip vor dem Hainburger Rathaus mit Bürgermeister Franz Hirschl (Mitte) und Vizebürgermeister Paul Pagacs.
Privat

 Die königliche Familie und Großbritannien nahmen am Samstag Abschied von Prinz Philip, der vor kurzem im 99. Lebensjahr verstorben war. Der Ehemann der Queen hatte sich zeitlebens für den Naturschutz eingesetzt und war unter anderem auch Präsident des WWF. Im Jahr 1984 hatte er die Stopfenreuther Au in einer Zille befahren, um auf die Bedrohung des Schutzgebietes durch den geplanten Kraftwerksbau aufmerksam zu machen.  

Sein letzter Besuch in Österreich fand im Oktober 1993 anlässlich des 30-jährigen Bestehens des WWF Österreich statt. Dabei wurde er im Hainburger Rathaus vom damaligen Bürgermeister Franz Hirschl (SPÖ) und Vizebürgermeister Paul Pagacs (Liste Hainburg) empfangen. "Ich habe damals mit Ulrich Eichelmann vom WWF gesprochen und gemeint, der Prinz muss unbedingt nach Hainburg kommen", erzählt Pagacs. 

"Ich habe damals mit Ulrich Eichelmann vom WWF gesprochen und gemeint, der Prinz muss unbedingt nach Hainburg kommen"

Die Vorbereitungen waren aufwendig, es gab Besprechungen mit den Sicherheitsleuten des Gastes, auch einige internationale Kamerateams wollten untergebracht werden. "Es musste abgeklärt werden, was dem Prinzen angeboten wird, es hat geheißen, er trinke nur Bier, allenfalls Wermut", erinnert sich Pagacs. "Wir hatten aber keinen auftreiben können, also bin ich auf die Idee gekommen, ihm einen Gewürztraminer von Stadtheurigen Toni Nawratil aufzuwarten."  

Schließlich sei es ein gemütlicher Nachmittag geworden: "Prinz Philip konnte ja Deutsch, wir haben uns gut unterhalten. Er hat dann sogar ein zweites Glas Gewürztraminer getrunken, was seine Sicherheitsleute in Alarmbereitschaft versetzte: die wollten die Flasche ein zweites Mal untersuchen, vielleicht, um eine inzwischen erfolgte Vergiftung auszuschließen".  Der Zweck des Besuches sei laut Pagacs jedenfalls erreicht worden: "Durch die Anwesenheit Prinz Philips ist der Umweltschutzgedanke in der Region sicher gestärkt worden."