Fast 51.000 Personen erhielten Corona-Impfung. Das Impfzentrum in der Kulturfabrik Hainburg wurde nach dreieinhalb Monaten geschlossen. 122 Mitarbeiter waren im Einsatz.

Von Josef Rittler. Erstellt am 18. August 2021 (04:29)
440_0008_8153208_gre33sh_impfzentrumgruppe_rittler_3sp.jpg
Das Team des Impfzentrums mit Koordinator Thomas Sammer (2. v. l.) versammelte sich vor der Schließung zum letzten gemeinsamen Gruppenbild.
Josef Rittler

Das Impfzentrum in der Kulturfabrik wurde nach dreieinhalb Monaten geschlossen. Die Räumlichkeiten, die eigentlich für Konzerte, Empfänge oder Bälle zur Verfügung stehen, mussten für die Einrichtung des Zentrums eigens adaptiert werden.

Verantwortlich für die örtliche Organisation war Thomas Sammer vom Roten Kreuz. „Wir haben in der Zeit viel geschafft, es war eine große logistische Herausforderung“, erklärt Sammer. Insgesamt seien mit 7.280 Dosen des Impfstoffs Biontech/Pfizer 50.960 Personen immunisiert worden.

Beim Betrieb des Impfzentrums standen 122 Mitarbeiter im Einsatz , von den Ärzten über Sanitäter bis zu den Administratoren, die Anmeldung und Einträge in den Impfpass erledigten. Viele davon waren Freiwillige, die zuvor wenig oder gar nichts mit Medizin zu tun haben.

Tag und Nacht im Einsatz

„Am Anfang hat es ein wenig gedauert, bis jeder die notwendige Routine bei den zugewiesenen Aufgaben hatte“, berichtet Alexandra Jaitner, im Zivilberuf Mitarbeiterin der Firma Admiral Sportwetten, in der Kulturfabrik in der Administration tätig. „Es war beinahe Tag und Nacht etwas zu tun, und das neben dem Beruf, da musste ich mir die Zeit genau einteilen“, sagt Jaitner. Was sie besonders positiv erlebt habe, sei der Zusammenhalt unter den Mitarbeitern gewesen. „Jeder wollte mithelfen, das war das Größte“, so Jaitner. 

Eine starke Gemeinschaft gebildet

Das sieht auch Nadja Jost aus Frauenkirchen so. Sie arbeitete ebenfalls in der Administration. „Wir hatten eine gute Gemeinschaft, vom Koordinator angefangen bis zu den Kollegen, und ich habe auch viele neue Leute kennengelernt“, erzählt Jost. Vor allem im Umgang mit den Impf-Teilnehmern hätte sie viel gelernt. 

Fritz Tromba, Notfall-Sanitäter aus Wilfleinsdorf, hatte noch am letzten Tag einige Einsätze, weil der Kreislauf einiger Impf-Teilnehmer nicht mitspielte. Tromba kann die Aussagen der Kolleginnen nur bestätigen. „Wir hatten trotz unserer vielen Arbeit irrsinnig viel Spaß und eine starke Gemeinschaft gebildet.“ Alle Mitarbeiter hätten zusammengehalten. „Eine tolle Aktion von jeder Seite“, resümierte Hainburgs Vizebürgermeisterin Silvia Zeisel (ÖVP).