Kajak kollidierte mit Boje und kenterte. Insassen konnten sich in der Slowakei an Land retten und wurden von der Polizei nach Österreich zurückgebracht.

Von Josef Rittler. Erstellt am 26. April 2018 (04:52)
NOEN, Symbolbild

Im Vorjahr hatten die Naturfreunde Hainburg auf die Gefahren des Wassersports auf der Donau aufmerksam gemacht. Und dies zu Recht, wie sich wieder einmal zeigte.

Mit dem Kajak waren zwei Wiener, ein Mann im Alter von 39 und eine Frau im Alter von 36 Jahren, am Samstag stromabwärts gefahren.

"An eine Fortsetzung der Tour war nicht zu denken"

Im Bereich der Stromaufsicht Hainburg war allerdings Endstation: Eine Boje war im Weg. Laut Angaben der Kajakfahrer hatte sich der Zweisitzer aus Kunststoff zunächst quer vor die Boje gestellt. Wegen der raschen Strömung der Donau konnten die beiden das Kajak nicht mehr manövrieren und den Zusammenstoß mit der Boje nicht verhindern. Die beiden Insassen wurden aus dem Kajak herausgedrückt, konnten sich aber aus eigener Kraft an das linke Ufer am Donaumarchdelta bei der Burg Devin (Theben) retten. Die Verunfallten trugen keine Schwimmwesten.

Die österreichische Bundespolizei wurde über das Polizeikooperationszentrum Kittsee von dem Vorfall informiert. Daraufhin fuhr die Motorbootstreife der Polizei Bad Deutsch-Altenburg unverzüglich zum Unfallort. Die Verunglückten wurden an Bord genommen und wieder zum Hainburger Hafen gebracht. Um die Bergung des Kajaks kümmerte sich die Schifffahrtsaufsicht. An eine Fortsetzung der Tour war nicht zu denken. Zwar blieben die Kajakfahrer unverletzt, sie verständigten aber einen Angehörigen, der sie nach der Klärung des Sachverhaltes nach Hause brachte.