Klinikum: Im Notfall auch nach Bratislava. Abteilung für Geburtshilfe kooperiert unter dem Motto „Bridges for Birth“ mit Spitzen-Kinderinstitut der Slowakei.

Von Josef Rittler. Erstellt am 08. Mai 2019 (06:11)
NOEN
Das Hainburger Landesklinikum

Im Landesklinikum Hainburg kommen jährlich etwa 700 Kinder auf die Welt. Hainburg verfügt aber über keine eigene Kinderabteilung. Bisher mussten Notfälle ins 74 Kilometer entfernte Landesklinikum Mistelbach transportiert werden, obwohl auf der slowakischen Seite der Grenze die Kinderuniversitätsklinik Bratislava mit ihrer Spezialabteilung nur 16 Kilometer entfernt wäre.

Eine Zusammenarbeit über die Grenze hinweg lag daher nahe. Innerhalb eines Pilotprojektes im Bereich Neonatologie (Heilkunde für Neugeborene) wurden daher mit dem Projekt „Bridges for Birth“ die Rahmenbedingungen dafür geschaffen.

Bessere Versorgung für 700 Neugeborene

Das Projekt wurde am Montag in der Erlöserkirche des Klinikums in Anwesenheit von Landesrat Martin Eichtinger (VP) und zahlreicher Vertreter aus Politik und Medizin beider Staaten vorgestellt. „Ziel unserer Initiative ist es, die Menschen mit der besten medizinischen Behandlung zu versorgen, Leben zu retten und die Lebensqualität in der Grenzregion zu erhöhen“, erklärte Eichtinger. Es sei ein gutes Zeichen wachsenden Zusammenhaltes in Europa, wenn man die „ eigene Gesundheit dem Nachbarn anvertraut“.

Dank der Rettungskooperation würden alle rechtlichen und technischen Fragen geklärt, die für einen Rettungstransport von Neugeborenen zwischen Niederösterreich und der Slowakei notwendig sind. Die Umsetzung dieses Rettungsvertrages spiele eine wichtige Rolle für dieses Projekt.

Mehr dazu: