Kraftfahrer müssen zahlen: FPÖ stimmt gegen Maut am Braunsberg

Schranken an der Zufahrtsstraße zum Braunsberg wurden mit einer Mehrheit von ÖVP und SPÖ in Hainburg beschlossen.

Erstellt am 07. Januar 2022 | 03:24
Lesezeit: 1 Min
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Die Braunsbergstraße soll künftig nur noch hinauffahren können, wer auch dafür bezahlt.
Foto: Josef Rittler

Die Straße auf den Braunsberg wird für alle Kraftfahrzeuge ab nächstem Frühjahr mautpflichtig. Die Fahrbahn wird durch einen Schranken gesperrt, wer hinauffahren will, muss vorher ein Ticket lösen ( die NÖN berichtete ). Dies hat der Gemeinderat nun mit den Stimmen von ÖVP und SPÖ beschlossen. 

Als Gründe für eine Gebührenpflicht werden ins Treffen geführt, dass die Stadt die Straße erhalten und auf die Sauberkeit auf Straße und dem Parkplatz auf dem Plateau achten müsse, außerdem sollen Raser durch den Schranken eingebremst werden. Radfahrer und Spaziergänger seien nicht betroffen und könnten die Straße weiterhin ohne Maut benutzen.

Die FPÖ zeigte sich damit jedoch nicht einverstanden und stimmte dagegen. „Die Begründung, man brauche einen Schranken, um die Natur zu schützen und sanften Tourismus zu fördern, erscheint uns nicht stichhaltig“, erklärt Gemeinderat Helmut Harringer (FPÖ). Diejenigen, die jetzt hinauffahren und die Umwelt verschmutzen, würden eben die Maut zahlen und weiter ihre Rennen abhalten. Auch eine Kamera beim Schranken bringe nichts, wie sich in anderen Fällen in der Stadt bereits gezeigt hätte, wo Vandalen eine Kamera einfach ignoriert hätten. „Mit uns ist das so nicht zu machen“, sagt Harringer.

Wir wollen keine Rennstrecke und kein sinnloses Auf- und Abfahren und sind der Ansicht, dass ein Schranken sehr wohl Wirkung zeigen wird“, bekräftigt hingegen Bürgermeister Helmut Schmid (ÖVP) den Entschluss. „Wir haben uns für diesen Weg entschieden, man muss nicht erschüttert sein, wenn nicht alle Beschlüsse einstimmig ausfallen“, sagt auch Verkehrsstadtrat Thomas Häringer (SPÖ).