Hainburg a.d. Donau

Erstellt am 18. Januar 2017, 05:23

von Josef Rittler

Kriminalität: Suchtgiftbande von Polizei ausgehoben. Drogen im Schwarzmarktwert von 3,9 Millionen Euro waren in Umlauf gebracht worden. Festnahme auch in Hainburg.

Die international agierende Bande hatte sich auch Waffen zugelegt.  |  LPD Burgenland

Fahndern des Landeskriminalamtes Burgenland gelang ein schwerer Schlag gegen ein international agierendes Drogennetzwerk. 63 Dealer im Alter zwischen 20 und 62 Jahren aus Österreich und der Slowakei, darunter auch ein Hainburger, wurden festgenommen und in die Justizanstalten Eisenstadt, Wiener Neustadt und Wien Josefstadt eingeliefert.

Sie hatten Suchtgift (Crystal Meth) im Straßenverkaufswert von 3,9 Millionen Euro nach Österreich eingeführt und in Umlauf gesetzt. Mehrere der Drogenhändler wurden mittlerweile am Landesgericht Eisenstadt zu Haftstrafen zwischen zwei und fünf Jahren verurteilt.

Drei Slowaken im Alter zwischen 40 und 55 Jahren, die maßgeblich an der Erzeugung und am Vertrieb von großen Mengen Methamphetamin beteiligt waren, befinden sich derzeit in der Slowakei in Haft. Darüber hinaus konnten zwei der Haupttäter von slowakischen und burgenländischen Kriminalbeamten mit europäischen Haftbefehlen in der Slowakei festgenommen und nach Österreich ausgeliefert werden. Sie befinden sich zur Zeit in der Justizanstalt Eisenstadt in Haft.

Zwei Hausdurchsuchungen in Hainburg

Ein Teil der Täter betrieb in der Slowakei auch ein Drogenlabor. Dort stellten sie die Suchtmittel her und verkauften sie weiter. Es konnte ihnen die Erzeugung eines beträchtlichen Teils der nach Österreich eingeführten Mengen Crystal Meth nachgewiesen werden.

Weiters wurden bei zahlreichen Hausdurchsuchungen in Wien, Niederösterreich und in der Slowakei mehrere Waffen, unter anderem eine Kalaschnikow-Maschinenpistole, fünf Fahrzeuge, mit denen der Transport der Drogen durchgeführt wurde, 24 Stück gefälschte 500- Euroscheine sowie 22.000 Euro Bargeld sichergestellt. Es gab auch zwei Hausdurchsuchungen in Hainburg. Die Drogen wurden von den Tätern mit den beschlagnahmten Fahrzeugen – vorwiegend über den Autobahngrenzübergang Kittsee – sowie mit dem Zug nach Österreich gebracht.

Die Täter wurden unter anderem nicht nur wegen der Drogen, sondern auch wegen Erpressung, gefährlicher Drohung, Betrugsdelikten und Körperverletzung der Staatsanwaltschaft angezeigt.