Neuer Kindergarten: Stadt und Stiftung einigen sich

Erstellt am 05. Februar 2022 | 05:45
Lesezeit: 3 Min
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Auf dem Gelände der Wasserkaserne wird eifrig gearbeitet.
Foto: privat
Die Stadtgemeinde Hainburg beantragt für den Neu- und Umbau des Kindergartens eine Förderung in der Höhe von mehr als 600.000 Euro und wird den Betrag an die Stiftung weitergeben.
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Die Stadtgemeinde hat für den neuen Kindergarten in der Wasserkaserne beim NÖ Schul- und Kindergartenfonds um Förderung angesucht. Es handelt sich um einen Zuschuss von mehr als 600.000 Euro. Vorgesehen sind vier Gruppen in einem Neubau an der Westseite des Geländes. Eine fünfte Gruppe wird im Altbau der ehemaligen Kaserne untergebracht ( die NÖN berichtete ).

Altbau mit strengen Auflagen durch Denkmalschutz

Der Altbau ist von historischem Wert und daher streng denkmalgeschützt. Das Gebäude, ehemals Tuchfärberei und Tuchfabrik, später Kaserne und zuletzt Mietshaus, ist laut Bundesdenkmalamt das letzte Fabrikgebäude in Österreich aus der Frühzeit des Merkantilismus um 1700. Die Kosten für den Neu- und Umbau des ganzen Gebäudekomplexes belaufen sich auf rund 7,4 Millionen Euro, die vom Projektbetreiber, der Sparkasse Hainburg Privatstiftung, aufgebracht werden.

Dem Antrag auf finanzielle Unterstützung waren Verhandlungen zwischen Stadt und der Stiftung vorangegangen. Es sei nämlich zunächst unklar gewesen, wer Förderwerber und Begünstigter sein könne.

Betreiber muss um Förderung ansuchen

„Um eine solche Förderung kann nämlich nur der Betreiber eines Kindergartens ansuchen, nach den einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen dürfen die Mittel aber nur für den Neubau verwendet werden, widrigenfalls sie zurückzuzahlen sind“, erklärt Josef Grubmüller, der für die Stiftung verhandelt hatte. Für die weitere Einrichtungen wie Möbel und Ähnliches gebe es eigene Förderungen.

Der Gemeinderat hat nun in seiner letzten Sitzung beschlossen, um Förderung anzusuchen und dieses Geld jeweils nach Eingang an die Stiftung zu überweisen, um auf diese Weise zum Neubau des Kindergartens beizutragen. „Es werden circa 600.000 Euro aus Mitteln des NÖ Schul- und Kindergartenfonds erwartet, die als Annuitätenzuschuss aufgeteilt auf 15 Jahre zunächst an die Stadtgemeinde ausbezahlt werden“, sagt Grubmüller.

Auf Seiten der Stadt führten Finanzstadtrat Markus Madle (ÖVP) und Stadtrat Thomas Häringer (SPÖ) die Gespräche mit der Stiftung. 

„Wir freuen uns, einen Konsens erzielt zu haben, der den Hainburgern zugute kommt“, kommentiert Madle. Nach eingehenden Erörterungen sei schließlich eine Lösung für Hainburg gefunden worden. „Wir haben ergebnisorientiert verhandelt, denn ohne Einigung drohte der Verlust der Förderung“, ergänzt Stadtrat Thomas Häringer (SPÖ).  „Wichtig ist, dass der Kindergarten zeitgerecht eröffnet werden kann“.

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