Parteien-Streit um neuen Kinderarzt . Alfred Klabuschnigg aus Zistersdorf wird Anfang Februar seine Praxis in Hainburg eröffnen. VP und SP reklamieren Erfolg für sich.

Von Josef Rittler. Erstellt am 23. Januar 2020 (04:34)
Im Ärztezentrum von Hannelore Köhrer wird demnächst ein Kinderarzt einziehen.
Rittler

Die gute Nachricht vorweg: Der Kinderarzt Alfred Klabuschnigg aus Zistersdorf wird ab Februar eine Praxis im Ärztezentrum in der Ungarstraße eröffnen. Er soll 20 Stunden in Hainburg ordinieren.

Die SPÖ hatte schon vor Monaten eine Unterschriftenaktion zur besseren Gesundheitsversorgung in Hainburg gestartet und forderte unter anderem einen Kinderarzt und eine vierte Kassenarztstelle. Sie sieht den neuen Kinderarzt als Erfolg ihrer Kampagne. „Neben dem geordneten Zuzug und mehr Grün in der Stadt ist für uns vor allem das Thema Ärzte relevant“, erklärt Stadtrat Thomas Häringer. Die SP habe bis jetzt mehr als sechshundert Unterstützer gefunden. „Wir freuen uns daher, dass unsere Unterschriftenaktion Wirkung gezeigt hat und die Gesundheitsversorgung verbessert werden konnte. Ein erster Erfolg unserer Kampagne“, sagt Häringer. „Auch beim vierten Kassenvertrag für Allgemeinmedizin bleiben wir dran.“

Die Volkspartei widerspricht dieser Darstellung. „Dass sich vor der Wahl jemand gefunden hat, ist reiner Zufall. Immerhin wird schon seit 2016 ein neuer Kinderarzt gesucht“, erläutert Bürgermeister Helmut Schmid.

„Unser Bürgermeister hat schon vor Monaten unter anderem auch mit Frau Köhrer gesprochen, um einen Kinderarzt Anreize zu schaffen, in Hainburg eine Ordination zu eröffnen. Unterschriften sind grundsätzlich nichts Schlechtes, aber dazu müssen sie bei den richtigen Stellen erst einmal ankommen. Wir freuen uns auf jeden Fall, dass unsere Stadt wieder einen Kinderarzt mit Kassenvertrag hat“, erhält Schmid Schützenhilfe von VP-Gemeinderätin Michaela Gansterer-Zaminer in sozialen Medien.