Räuber stach Taxler nieder: 12 Jahre Haft

„Ich hatte Ecstasy intus“, erklärt 27-Jähriger und will sich nicht mehr erinnern können, dass er auf Taxilenker eingestochen hat.

Erstellt am 09. Mai 2018 | 04:24
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Messer Messerstecherei Symbolbild
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Foto: Shutterstock.com, Brixel

Zwei Geschäftseinbrüche in Wien gibt der gebürtige Slowake und in Hainburg bei seiner Mutter wohnhafte Dionyz K. (27) unumwunden zu. Dass er am 14. Juli vergangenen Jahres nach einer Fahrt von Wien nach Hainburg auf einen 65-jährigen Taxifahrer mit einer Messerklinge im halsnahen Schulterbereich eingestochen hat, will er nicht mehr wissen. „Ich hatte Ecstasy intus. Ich erinnere mich noch vage, ihm eine Brieftasche mit Geld weggenommen zu haben“, gibt er zu.

Seinen Gewaltausbruch und die Raubattacke in der Hainburger Wohnung seines mutmaßlichen Dealers leugnet er: Da der Gesuchte nicht in der Wohnung war, hielt sich der 27-Jährige an dessen zufällig anwesenden Bekannten. Der habe keine gewünschten Antworten geliefert und sei schlussendlich auf ihn losgegangen. Da habe er sich mit einem Baseballschläger gewehrt, erklärt Dionyz K. Er habe ihm auch nur in Notwehr eine Schnittverletzung am Oberschenkel zugefügt.

"Sonst habe ich nichts zu sagen"

„Und die Wohnung wollen Sie auch nicht nach Wertgegenständen durchsucht und diese dann gestohlen haben“, kommentiert der Richter ironisch. „Herr Rat, das sehen Sie ganz richtig“, antwortet der 27-Jährige dreist. Mit schnoddrigen Antworten wartet auch der Bruder (17) des Angeklagten auf. Er will in der Wohnung nicht als Helfer dabei gewesen sein: „Ich stand vor der Tür, war gar nicht drinnen. Sonst habe ich nichts zu sagen“, sagt er und schweigt dann.

Nach einem umfangreichen Beweisverfahren wird der mehrfach vorbestrafte Dionyz K. wegen zweifachen Raubes, Einbruchs und Nötigung zu einer zwölfjährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Für den schweigsamen Bruder setzt es 20 Monate unbedingt. Weiters wird eine bedingte Strafnachsicht von zehn Monaten widerrufen. Insgesamt muss der der 17-Jährige nun 30 Monate hinter Gittern absitzen. Nicht rechtskräftig.