Staffenberger kündigt ihren Rücktritt an. SP-Umweltstadträtin Elisabeth Staffenberger will sich nach siebzehn Jahren in der Politik mehr ihrer Familie widmen.

Von Josef Rittler. Erstellt am 21. März 2019 (04:43)
Freut sich auf mehr Privatleben:Elisabeth Staffenberger.
Rittler

SP-Umweltstadträtin Elisabeth Staffenberger hat angekündigt, sich mit Ende April aus ihren politischen Funktionen zurückziehen zu wollen. „Man muss Platz für die Jungen machen, und man sollte dann gehen, wenn noch viele sagen: Bitte bleib“, erklärt Staffenberger. Ihre Fraktion im Gemeinderat bedauert den Schritt. „Es ist schade, dass Sissy geht. Sie ist immer einer unserer Aktivposten gewesen“, kommentiert SP-Stadtrat Thomas Graf.

Staffenberger war Krankenschwester von Beruf – vor sechs Jahren ist sie als Stationsleiterin auf der Chirurgie im Landesklinikum Hainburg in Pension gegangen. In die Politik kam sie vor siebzehn Jahren und wurde zunächst Anfang 2002 Gemeinderätin. Stadträtin wurde sie am 27. April 2006. Als Umweltstadträtin hat sie vieles bewegt. „Eines der ersten Themen war die Mülltrennung in der Schule. Es wurden Trennboxen eingeführt, Schüler nahmen ihre Tätigkeit als Mülldetektive auf und meldeten Bananenschalen im Plastikmüll.“

"Ich freue mich, dass diese Initiative weitergeführt wird"

Ein Fixpunkt im Jahreslauf war der Frühjahrsputz, bei dem die Hainburger Schüler die Region vom Abfall befreiten. „Ich freue mich, dass diese Initiative weitergeführt wird, heuer wird auch die Neue Mittelschule mitmachen“, erklärt Staffenberger. Sie wünscht sich, dass SP-Stadtrat Thomas Graf die Umweltagenden weiterführt. Als Politikerin bezeichnet sie sich als konsensorientiert: „Ich habe fünf Bürgermeister erlebt und habe mit allen gut zusammengearbeitet, auch wenn sie von einer anderen Partei waren.“

Nach ihrem Rücktritt will sich Staffenberger ihrem Privatleben widmen. „Ich habe vier Enkel, mit denen ich viel unternehmen möchte. Mit meinem Mann Walter werde ich oft auf Reisen gehen. Jetzt muss ich deshalb kein schlechtes Gewissen mehr haben.“ Staffenberger ist auch Vorsitzende der „Prosecco-Prinzessinnen“, mit denen sie zum Zehn-Jahres-Jubiläum nach Valdobbiadene (Italien), ins „Prosecco-Land“, fahren will. Als Staffenbergers Nachfolger wird Ex-Stadtrat Thomas Häringer gehandelt. „Wir haben in der Fraktion beschlossen, ihn zu nominieren“, stellt SP-Stadtrat Graf ein Comeback Häringers in Aussicht.