Wasserversorgung: Hochbehälter wird genau untersucht

Nach erneuter Keimbelastung vor zwei Wochen wurde der schadhafte Speicher vom Netz genommen.

Josef Rittler
Josef Rittler Erstellt am 25. November 2016 | 02:11
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In einem Rissbereich treten feuchte Stellen auf.
Foto: NOEN

Drei Mal mussten die Hainburger binnen des letzten Jahres zum Mineralwasser greifen oder ihr Trinkwasser abkochen, da dieses mit schädlichen Keimen verseucht war (die NÖN berichtete). Die Stadtgemeinde konnte letzte Woche Entwarnung geben, das Wasser ist wieder unbedenklich genießbar. Jetzt soll dem Übel auf den Grund gegangen werden.

Als Schwachstelle im Leitungsnetz wurde der alter Hochbehälter II im Eichenwald ausgemacht. Er umfasst zwei Kammern mit einem Fassungsvermögen vom je 500 Kubikmetern und wurde vorläufig vom Netz genommen. Er wird nun genau untersucht. „Bis jetzt können wir noch nichts Genaues sagen, es wurden jedoch Fehler in der Beschichtung entdeckt“, berichtet Wassermeister Andreas Mayer. Die besondere Zementmischung fehlt etwa beim Ablauf aus dem Behälter. Weiters wurde das Auftreten von feuchten Stellen in einem Rissbereich an der Wand festgestellt. Die feuchte Stelle geht laut Wassermeister von einem Lüftungshut außerhalb des Hochbehälters aus.

„Am Mittwoch werden Sachverständige des Planungsbüros und der Baufirma weitere Untersuchungen durchführen, sodass wir konkrete Maßnahmen zur Sanierung setzen können“, erläutert Mayer. Die Wasserversorgung der Hainburger ist durch die Arbeiten nicht beeinträchtigt. „Wir versorgen mit etwa 60 Kilometern Leitung an die 2.700 Liegenschaften, das Speichervolumen beträgt 3.800 Kubikmeter, im Winter werden täglich um die 1.300 Kubikmeter verbraucht, das geht sich aus“, so Mayer. Die Stadt greift auf eigene Wasservorkommen zurück. „Auch wenn es in letzter Zeit Probleme gegeben hat, sollten wir froh sein, dass wir unser eigenes Trinkwasser haben“, so Mayer.