Schutzzone Bruck: Stadt ist für Verlängerung. Evaluierung im Sicherheitsausschuss ergab, dass Mehrheit sich neuerlich für die Verordnung einer Schutzzone ausspricht.

Von Susanne Müller. Erstellt am 24. Oktober 2019 (04:33)
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An den vier Hauptplatz-Einfahrten prangen nun die Hinweisschilder, die auf die Schutzzone aufmerksam machen.
Müller

Dreimal wurde von der Bezirkshauptmannschaft bereits jeweils für ein halbes Jahr eine Schutzzone für den Hauptplatz verordnet. Die letzte ist mit Anfang Oktober abgelaufen. Im Sicherheitsausschuss lud nun VP-Stadtrat Ronald Altmann die Ausschuss-Mitglieder ebenso wie Vertreter der Polizei, der Volksschule und der Jugendarbeit dazu ein, ihre Einschätzung über die Wirksamkeit der Schutzzone abzugeben.

Dabei stellte sich heraus, dass es vonseiten der Polizei im letzten Jahr zu keiner einzigen Amtshandlung innerhalb der Schutzzone gekommen ist, sprich, es wurden keine Betretungsverbote oder Wegweisungen ausgesprochen. Von den meisten Anwesenden wurde das als Zeichen dafür gesehen, dass die Schutzzone ihre präventive Wirkung erfülle.

Auch von den Jugendarbeitern wurde bestätigt, dass es am Hauptplatz keine Probleme mehr gebe. Stattdessen seien jedoch manche auf den Bahnhof und zum Kriegerdenkmal in Bruckneudorf ausgewichen, wo man ebenfalls versuche, die Jugendlichen über die Jugendarbeit zu erreichen.

"Wir werden uns das anschauen"

Auch VP-Stadtrat Altmann sprach sich letztendlich für eine Beibehaltung der Schutzzone aus. Es entstünden dadurch keine Kosten, die Schutzzone bringe niemandem einen Nachteil.

Einzig Grün-Gemeinderat Roman Kral erneuerte seine Kritik an der Schutzzone. Kral hatte die Schutzzone von Anfang an als das falsche Mittel gegen die Probleme am Hauptplatz angesehen. SP-Bürgermeister Gerhard Weil richtete dementsprechend nun ein Schreiben an die Bezirkshauptmannschaft, in dem die neuerliche Verordnung der Schutzzone beantragt wurde.

„Der Antrag ist Ende letzter Woche bei uns eingelangt und wir werden uns das anschauen“, erklärte Bezirkshauptmann-Stellvertreter Dominik Lappel auf NÖN-Anfrage dazu am Montag. Mehr könne man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht dazu sagen.