Heer bekommt Simulatoren für Gefechtsübungen. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner unterzeichnete am Montag in Kaisersteinbruch eine Bestellung von 100 neuen Duellsimulatoren.

Von Otto Havelka. Erstellt am 01. Februar 2021 (18:16)
VP-Verteidigungsministerin Klaudia Tanner unterzeichnete in Kaisersteinbruch die Bestellung von hundert Duellsimulatoren.
Bundesheer/Gunter Pusch

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner besuchte am Montag die Heerestruppenschule am Truppenübungsplatz in Kaisersteinbruch. Bei dem Truppenbesuch unterschrieb Tanner den Vertrag zur Lieferung von weiteren hundert Duellsimulationssystemen für die elektronisch fernbedienbare Waffenstation auf den gepanzerten Mannschaftstransportfahrzeugen „Pandur“, „Dingo“, „Husar“ und „Hägglund“.

Die Investitionssumme beträgt rund zehn Millionen Euro. Angeliefert werden die Geräte mit Beginn des Jahres 2022.

„Eine einsatznahe und realistische Ausbildung ist die Grundlage zur erfolgreichen Auftragserfüllung und bester Schutz für unsere Soldatinnen und Soldaten. Durch diese Investition ist sichergestellt, dass unsere Soldaten unter Verwendung eines modernen Duellsimulators an den elektrisch-fernbedienbaren Waffenstationen noch besser ausgebildet werden und somit erfolgreich im Einsatz bestehen können“, so VP-Verteidigungsministerin Tanner. Die Duellsimulatoren simulieren unter Verwendung von Laser die Wirkung des eigenen Waffensystems auf ein anderes Waffensystem und umgekehrt. So wird die Waffenwirkung analog zum scharfen Schuss dargestellt, wobei alle Bedienungs- und Handlungsabläufe inklusive Notbetrieb durch die Waffen-/Systembedienung durchgeführt werden müssen.

Sämtliche Bewegungen, Vorgänge und Tätigkeiten werden elektronisch aufgezeichnet und in Echtzeitauswertung dargestellt. Das soll eine Verbesserung von Gefechtstaktik und -technik ermöglichen.

Die Heerestruppenschule ist die zentrale Bildungs- und Grundlageneinrichtung für die Waffengattungen der Streitkräfte sowie das Kompetenzzentrum für Duellsimulationsausbildung. Pro Jahr werden durchschnittlich 150 Kurse mit rund 1.500 Teilnehmern abgehalten.