Übung in Hollern: Großbrand im Reitstall

Erstellt am 25. April 2022 | 14:11
Lesezeit: 3 Min
Ein Brand auf dem Heuboden und drei vermisste Personen: mehrere Feuerwehren und das Rote Kreuz arbeiteten bei der Bewältigung des herausfordernden Szenarios zusammen.
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Ein Heuboden in Flammen, Pferde in Gefahr und mehrere vermisste Personen: das war das Szenario einer  großen Übung, die von den Feuerwehren Deutsch Haslau, Prellenkirchen, Schönabrunn, Gerhaus, Pachfurth und Hollern gemeinsam mit dem Roten Kreuz am Samstag in Hollern abgehalten worden war.

Gegen 8 Uhr wurde die Feuerwehr Hollern zu dem angenommenen Brandverdacht im Reitstall "Shetty Farm" an der Unteren Hauptstraße alarmiert. Das Feuer dürfte auf dem Heuboden über dem Pferdestall, vermutlich durch eine weggeworfene Zigarette, ausgebrochen sein. Rasch breiteten sich die Flammen über den gesamten Dachboden aus. Mehrere Personen hätten versucht, die Pferde zu retten, und waren danach vermisst. Eine Person sollte durch einen herabgestürzten 350 Kilogramm schweren Strohballen verschüttet wurden sein. 

Unverzüglich wurde daher die Alarmstufe auf "B4" (Brände, bei denen mehr als zwei Löschzüge erforderlich sind) erhöht und die restlichen Feuerwehren alarmiert.

In unmittelbarer Nähe des Reitstalles befindet sich nur ein Hydrant. Die Feuerwehr Hollern baute die erste Löschleitung auf und richtete die Einsatzleitung sowie einen Atemschutzsammelplatz ein. Die Wehren aus Prellenkirchen und Deutsch Haslau bauten die zweite Löschleitung mit einer Länge von rund 650 Metern auf und stellten gemeinsam mit den anderen Feuerwehren die Atemschutztrupps.

Aufgabe der Feuerwehren Gerhaus und Pachfurth war es, die vermissten Personen zu suchen und eine dritte Löschleitung von der Leitha weg zum Schutz der Nachbargebäude zu legen. Diese Leitung musste über eine Entfernung von rund 450 Metern geführt werden.

Die Atemschutztrupps drangen in den brennenden Stall vor, um die Vermissten zu suchen und die Flammen zu löschen. Insgesamt konnten drei Personen mit Rauchgasvergiftung, Brandverletzungen und Splitterwunden gerettet und an das Rote Kreuz übergeben werden.

Nach zwei Stunden konnte Brand aus geben werden, danach wurde die Übung im Feuerwehrhaus besprochen. "Ziel dieser Übung war es, die Zusammenarbeit mit dem Unterabschnitt Prellenkirchen zu festigen, die Löschwasserversorgung sicherzustellen sowie die Kommunikation über Funk bei größeren Ereignissen zu erproben", berichtet Einsatzleiter Christoph Gelb, Kommandant der Feuerwehr Hollern.

Insgesamt nahmen 80 Feuerwehrmitglieder und dreizehn Fahrzeuge an dieser Übung teil. 

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