Am Weg zur neuen Orgel

Erstellt am 15. Jänner 2023 | 04:44
Lesezeit: 2 Min
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Organist Michael Mauthner und Otto Auer mit der aktuellen Orgel in der Höfleiner Kirche.
Foto: Kerstin Schäfer-Zimmermann
Höflein will noch heuer ein neues Instrument um 400.000 Euro in Auftrag geben.
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Im zweiten Weltkrieg wurde Höfleins Kirchturm regelrecht weggeschossen. Mit ihm Teile der Orgel. Die Original-Brüstungsorgel war nicht mehr. Aus den Überresten zweier Orgeln entstand die heutige.

Vor etwas mehr als zehn Jahren wurde sie noch restauriert, aber so richtig imposant wie sie einst war, ist sie nicht mehr. Und auch der Klang lässt mehr und mehr zu wünschen übrig. „Manche Pfeifen lässt man lieber ungestimmt, so zerbrechlich sind die schon“, so Organist Michael Mauthner.

Nun gab der Gemeinderat seine Zustimmung für den Bau einer neuen Orgel. Im Budget für 2023 sind dafür 400.000 Euro vorgesehen. Man wünscht sich wieder eine Brüstungsorgel – zumindest ein Teil solle „brüstungspositiv“ sein.

Statt bisher 17 will man 22 Register – also mehr Klangfarben. Eine offene Brüstung würde auch dem Klang guttun. Dazu müsste man die Brüstung aber durch zwei Pfeiler ersetzen. Ob das noch im Budget ist, werden die ersten Kostenvoranschläge zeigen. Zwei Orgelbauer – einer aus Linz, ein weiterer aus Vorarlberg – waren bereits zu Gast. Sie wurden beauftragt, die Kosten für Entwurf, Konstruktion, Herstellung und Klanggestaltung zu berechnen. „Wichtig ist auch, dass die Orgel zur Kirche passt“, so Bürgermeister Otto Auer (ÖVP).

Der leidenschaftliche Organist Michael Mauthner ist federführend bei der Sichtung der Kostenvoranschläge – „er weiß, worauf es ankommt“, so Auer. Die Vorfreude auf eine neue Orgel ist Mauthner anzusehen. Bis er darauf spielen kann, wird es aber noch dauern: „Geplant ist, dass wir 2023 den Auftrag erteilen. Der Orgelbau selbst wird aber locker bis zu zwei Jahre dauern.“

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