Weinbau: 2020, ein vielversprechender Jahrgang. Die Lese startet in Kürze, der neue Weinjahrgang verspricht eine sehr gute Qualität. Doch die Coronakrise belastet auch die Winzer im Bezirk Bruck/Leitha.

Von Stefanie Cajka. Erstellt am 18. September 2020 (04:55)
Symbolbild
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In wenigen Tagen ist es soweit: Die diesjährige Weinlese beginnt. Die Winzer können einem vielversprechenden Jahrgang entgegenblicken; die Coronakrise hat dennoch viele hart getroffen.

Spricht man mit Robert Payr, Präsident der Rubin Carnuntum Weingüter, über die diesjährige Weinlese, spürt man förmlich seine Begeisterung über den vielversprechenden Jahrgang 2020. „Das Tolle heuer ist, dass die Tage heiß und die Nächte kühl sind. Das bringt uns extrem fruchtige und lebendige Weine“, erklärt er im Gespräch mit der NÖN. Die diesjährige Ernte dürfte ertragsmäßig im Normalbereich liegen. „Es zeigt sich perfekt, wir sind guter Dinge“, freut sich der Winzer.

Robert Payr ist Präsident der Rubin Carnuntum Weingüter.
NOEN

Doch die Coronakrise bezeichnet er als „finanzielles Desaster“. Den Winzern seien viele Einnahmen weggebrochen, insbesondere die Absätze aus der Gastronomie fehlen. Dennoch habe man trotz mangelnder Einnahmen normal weitergearbeitet und die vollen Ausgaben gehabt. „Im Weingarten gibt es keine Kurzarbeit, wir sind volles Programm weitergefahren“, erzählt Payr. Obwohl der Online-Verkauf von Wein während der Krise stark zugenommen habe, konnte das die Verluste nicht ausgleichen.

Doch Payr verweist auf die Widerstandsfähigkeit der Winzer im Umgang mit schwierigen Situationen:  „Herausforderungen sind wir gewohnt. Seien es Wetterkapriolen wie Hagel oder eine geringe Ernte - es gibt immer Ups and Downs.“