Erfolgsrezept Hundekekse: Snacks für Rex und Co.. Tierpflegerin Sabine Neuberger avancierte in vier Jahren zur vermutlich größten Bäckerin für Hundekekse im Land.

Von Otto Havelka. Erstellt am 24. Februar 2019 (04:27)
Sabine Neuberger avancierte mitihren Hundekeksen zur erfolgreichen Unternehmerin.
Havelka

In der Backstube von Sabine Neuberger herrscht Hochbetrieb. Produziert werden dort allerdings nicht Semmeln und Kipferln fürs Frühstück, sondern Kekse für Hunde.

Sabine Neuberger, die sich vor vier Jahren mit der Hundekeksmanufaktur „hundekeks.at“ selbstständig machte, vertreibt ihre knackigen Leckerlis für Vierbeiner mittlerweile auch in der Schweiz, in Italien und der Slowakei. Zu den prestigeträchtigen Kunden zählt das Wiener Nobelhotel Bristol. Dort bekommen Hunde von Gästen einen Begrüßungssnack aus Hof.

"Hundekeks produziert aus ausgesuchten Zutaten und ohne Zusatzstoffe“"

Entstanden ist die Hundekeks-Bäckerei mit mittlerweile vier Mitarbeitern eher zufällig. Tierpflegerin Neuberger arbeitete im Wiener Tierschutzhaus. Weil sie für ihre eigenen Hunde Kekse produzierte, nahm sie gelegentlich auch welche ins Tierheim mit. Dort erwiesen sich die Cracker ohne Zusatzstoffe als Renner. Fünf Monate später entschied sich Neuberger, als Hundekeks-Bäckerin ihr Glück zu versuchen.

Im Keller ihres Hauses werden seither jährlich hunderte Kilos Hundekeks aus „ausgesuchten Zutaten und ohne Zusatzstoffe“ produziert, versichert Neuberger. Für Hunde mit Allergien wurden eigene Rezepturen erstellt. Und über einen „Kekskonfigurator“ können Kunden für ihre Vierbeiner Rezepturen aus über 60 Zutaten selbst zusammenstellen, wenn sie mindestens 60 Deka der selbst kreierten Kekse kaufen.

Ein Erfolgsrezept Neubergers ist auch die Präsentation der Produkte. Von Valentins-Herzen über Geburtstagstorten bis zu Muffins gibt es alles für den Hund, was (mit anderen Zutaten) auch Herrl und Frauerl Freude machen würde.

Was den Hunden vortrefflich schmeckt, lässt die Anrainer allerdings die Nase rümpfen. „Der Geruch ist so unangenehm, dass wir nicht auf der Terrasse sitzen können“ klagt eine Nachbarin. Die Geruchsbelästigung könnte bald ein Ende haben: Neuberger hofft, in den nächsten Monaten eine größere Produktionsstätte beziehen zu können.