Mit 70er-Zone sollen Raser gebremst werden. Mit bis zu 180 km/h wurden Fahrzeuglenker an der Ortseinfahrt gemessen. Gebote sollen nun für Entschärfung sorgen.

Von Otto Havelka. Erstellt am 27. November 2019 (05:47)
Rasen ist hier eine Harakiri-Aktion. Die Kurve hinter der Kuppe ist nicht einsehbar. Auf Tempolimit soll ein Überholverbot folgen.
Havelka

Seit einigen Tagen gilt an der Ortsausfahrt Richtung Au – und auch in der Gegenrichtung – eine 70 km/h-Beschränkung. Und um den neuen Gebotstafeln noch Nachdruck zu verleihen, wurden auch gleich zwei mobile Geschwindigkeitsmessgeräte aufgestellt. Die Versuche, den Verkehr auf der neuralgischen Strecke einzubremsen – vor ein paar Jahren ereignete sich hier ein tödlicher Verkehrsunfall – hielten auch die Verkehrsexperten des Landes für dringend nötig. Schon Anfang des Jahres hatte die Gemeinde eine mobile Geschwindigkeitsmessung installiert, nachdem sich Anrainer über häufige Raser beschwerten.

Tatsächlich wurden Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 180 km/h gemessen. Die Bezirkshauptmannschaft wurde informiert und es wurden neue Messungen durchgeführt – mit dem gleichen Ergebnis. Freilich: Wer schon bisher bei erlaubten 100 km/h mit 180 über den Asphalt brettelte, wird sich auch vom 70er-Gebot kaum abschrecken lassen. Aber der Großteil der Autofahrer ist nun merklich langsamer unterwegs, bestätigen auch Anrainer. VP-Bürgermeister Felix Medwenitsch: „Für die Anrainer ist der 70er jedenfalls ein Erfolg.“

Brisanz gewinnt die Raserei auch aufgrund des Geländes. Die Ortseinfahrt aus Au führt über eine Kurve und eine unübersichtliche Kuppe. Mehr als 100 km/h sind hier eine absolute Harakiri-Aktion. Nun soll im nächsten Frühjahr mit Befürwortung der Polizei auch ein Überholverbot amtlich verordnet werden. „Natürlich muss die Einhaltung dann auch überwacht werden“, weiß Medwenitsch.

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