Rad-Unfall entpuppt sich als Fahrerflucht. Ein Fahrradfahrer stürzte in der Gartengasse in Hof und musste mit der Rettung abgeholt werden. Zunächst wurde von der Polizei Eigenverschulden angenommen. Ein Fund am Unfallort änderte das.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 22. Juli 2021 (05:15)
Polizei Symbolbild
BilderBox.com, Wodicka

Montagabend, kurz nach 22 Uhr. Ein Mann fährt mit seinem E-Bike auf der Gartengasse in Richtung B15. Plötzlich stürzt er, verletzt sich dabei und muss von der Rettung ins Krankenhaus der Barmherzigen Brüder nach Eisenstadt gebracht werden. Ein Alkoholtest im Spital ergibt einen Wert von 1,76 Promille, die Polizei geht daher von Eigenverschulden aus. Der Fall scheint klar.

Doch die Beamten stoßen am Unfallort auf etwas ungewöhnliches: Die Abdeckung eines Nebelscheinwerfers. Die Polizei bleibt dran und nimmt weitere Ermittlungen vor. Schließlich können die Beamten das Autoteil dem Wagen eines 51-Jährigen aus dem Brucker Bezirk zuordnen.

Autolenker streitet Vorfall ab

Als der Pkw in Augenschein genommen wird, fehlt die Abdeckung des Nebelscheinwerfers und die Motorhaube ist beschädigt. Damit ergibt sich eine ganz andere Sachlage, als zu Beginn.

Bei der Exekutive geht man nun davon aus, dass der Beschuldigte mit der rechten Vorderseite seines Wagens den Fahrradfahrer gestreift und damit zu Sturz gebracht hat. Allerdings: Der 51-Jährige zeigt sich in seiner Einvernahme bei der Polizei nicht geständig und streitet die Vorwürfe ab. Der Fahrerflucht verdächtigt wurde der Mann nun bei der Staatsanwaltschaft Korneuburg und der Bezirkshauptmannschaft Bruck angezeigt.