Urgestein im Amt und im Frauen-Fußball

Erstellt am 06. Dezember 2021 | 05:10
Lesezeit: 2 Min
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Amtsleiterin Christine Braunshier legte nach knapp 40 Jahren als Gemeindebedienstete ihre Funktion zurück: „Es war eine schöne Zeit“.
Foto: Otto Havelka
Christine Braunshier aus Hof hat in 40 Jahren Gemeindearbeit vom Zettel bis Computer erlebt.
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Seit Montag dieser Woche ist Christine Braunshier nicht mehr Amtsleiterin der Gemeinde. Nach knapp vierzig Jahren als Gemeindebedienstete nimmt sie Abschied von der Gemeindestube – wenn auch noch nicht ganz: In den nächsten zwei Jahren gleitet sie als Teilzeitkraft in den endgültigen Ruhestand und unterstützt bis dahin ihren Nachfolger Reinhard Urbanich, der seit Montag als neuer Amtsleiter fungiert.

Handelsschul-Absolventin Braunshier startete im Mai 1982 als Kanzleikraft im Gemeindeamt. 2008 wurde sie unter ÖVP-Bürgermeister Hubert Germershausen zur Amtsleiterin ernannt und löste damit den späteren Aufsichtsrats-Vorsitzenden der Raiffeisenbank Bruck-Carnuntum, Herbert Medwenitsch, ab.

Unter vier Bürgermeistern war sie mit der Organisation von sieben Gemeinderatswahlen beschäftigt. „Man kann sich das heute gar nicht vorstellen. Am Anfang bin ich ein halbes Jahr gesessen und habe mit der Schreibmaschine alle Hofer Bürger auf Karteikarten für das Wählerverzeichnis erfasst“, erinnert sich Braunshier. „Und aufs Klo sind wir ins gegenüberliegende Gasthaus gegangen.“

Die gebürtige Hoferin sorgte aber abseits der Gemeindestube für Schlagzeilen: Nach einer Jux-Partie im Rahmen des Sportlerfestes, war sie 1997 Mitbegründerin der Hofer Damenfußball-Mannschaft. „Unsere Männer haben damals gesagt ‚Wenn’s zum Training gehts, brauchts gar nicht mehr heimkommen‘“, erinnert sich Braunshier mit ironischem Lächeln. Ursprünglich als Torfrau, später als Stürmerin, blieb ihr das große Ziel verwehrt. Der Meistertitel in der Gebietsliga wurde knapp verpasst. „Aber es war eine schöne Zeit“, blickt Braunshier zurück.

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