Abfliegen am Airfield. Auch unter den neuen Eigentümern und mit geänderten Strukturen bleibt der alte Brauch zum Saisonschluss aufrecht.

Von Adalbert Mraz. Erstellt am 26. Oktober 2016 (05:56)
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Nachwuchstalent Christoph Kaufmann eroberte mit einer punktgenauen Landung den zweiten Platz.
privat

Mitte Oktober fand das traditionelle „Abfliegen“ am Spitzerberg statt, das von den Hainburger Segelfliegern organisiert wird. Diese seit Jahrzehnten geübte Tradition signalisiert das bevorstehende Ende der Segelflugsaison.

Das Abfliegen ist ein Flugwettbewerb, bei dem es in erster Linie auf eine präzise Landung ankommt. Bewertet werden zwei hintereinander stattfindende Flüge. Präzise zu landen bedeutet in diesem Fall, das Segelflugzeug auf einer markierten Einmeter-Linie möglichst genau aufzusetzen. Das ist mit einem motorlosen Flugzeug kein einfaches Unterfangen, weil der Antrieb fehlt, um einen missglückten Anflug korrigieren oder neuerlich durchstarten zu können.

Flugshow im August

Beeindruckend war vor allem der Leistungsstand der Hainburger Nachwuchspiloten. Sie mischten bei der Wertung kräftig mit und waren schon eine ernste Konkurrenz für ihre Fluglehrer. Endstand: Den ersten Platz teilten sich die Hainburger Flieger-Urgesteine Rudolf Wenighofer und Hans Bauer, auf dem zweiten Platz landete der erst 16-jährige Christoph Kaufmann, noch vor dem Haudegen und Favoriten Wolfgang Oppelmayer.

Nicht nur auf der sportlichen Seite, auch mit der Flugshow im August sorgte das Flugsportzentrum dieses Jahr für Begeisterung und großes Interesse. Aufsehen erregte das Airfield Spitzerberg aber auch mit der geplanten Übernahme durch eine Gesellschaft von Red Bull.

Gerüchtebörse ruhig

Mittlerweile ist es aber an der Gerüchtebörse ruhig geworden. Seit Anfang Oktober werden die Geschicke des Flugplatzes von den neuen Betreibern von „Red Bull Air Race“ gelenkt, die operativ handelnden Personen sind großteils die gleichen geblieben.

Obmann Rudolf Wenighofer zeigte sich mit der abgelaufenen Flugsaison zufrieden und fasste zusammen: „Der Eigentümerwechsel hat uns keine Nachteile eingebracht. Mit den ersten Investitionen zur Verbesserung der Sicherheit des Geländes und der Objekte wurde begonnen. Mit dem Management der neuen Eigentümer werden zukünftig regelmäßig Meetings zur weiteren Entwicklung abgehalten. Das Wichtigste und Erfreulichste für das Flugsportzentrum ist aber, dass es zu keinen Unfällen gekommen ist.“