Präzisionsflug: Weltmeister am Spitzerberg gekürt. 15 Nationen flogen um den Weltmeister-Titel. Polen dominierte in allen Bewerben. Österreich landete im Mittelfeld.

Von Adalbert Mraz. Erstellt am 11. August 2017 (04:46)
Mraz
Erstmals in Österreich zu sehen: das Blanix-Team mit seiner sensationellen Nachtflugshow.

Das Flugsportzentrum Spitzerberg entwickelt sich kontinuierlich zu einer Bühne des internationalen Fluggeschehens. In der Vorwoche wurde die 23. Weltmeisterschaft im Präzisionsflug dort ausgetragen. Die Teilnehmer aus Polen dominierten in allen Kategorien und platzierten sich durchwegs auf den vorderen Plätzen. Österreich stellte ein Team mit einer Pilotin und sechs Piloten, darunter Walter Hartl aus Wolfsthal, der als Lokalmatador eingestuft wurde.

Die Österreicher lieferten eine exzellente Leistung ab, denn sie landeten durchgehend auf nicht zu erwartenden Plätzen im Mittelfeld. Hartl dazu: „Vorab Gratulation an das polnische Team, sie beherrschen einfach das Geschehen. Das Abschneiden unseres Teams ist beachtlich und liegt – gemessen an unseren Möglichkeiten – über den Erwartungen.“ Für Hartl war es die erste WM-Teilnahme und er verrät, dass auch als Ortsansässiger eine gewisse Anspannung besteht.

Am Freitag wurden bei der Schlusszeremonie in der Hainburger Kulturfabrik die Ergebnisse offiziell bestätigt. Als Botschafter des Sports gratulierten der Präsident der Bundessportorganisation, Rudolf Hundstorfer, und VP-Bundesrat Gerhard Schödinger zur Organisation sowie zur Abwicklung des Weltmeisterschaftsbewerbs und würdigten die Leistungen der Wettkämpfer.

Gute Qualität und hohes Niveau der Veranstaltung

Am Samstag wurden im Rahmen des Flugplatzfestes am Spitzerberg den Preisträgern die Medaillen übergeben. Präsident Rodney Blois fasste die WM-Woche zusammen und ließ sie Revue passieren, wobei die Qualität und das hohe Niveau der Veranstaltung hervorgehoben wurden. Mit dieser Weltmeisterschaft seien Maßstäbe für die Zukunft gesetzt worden. Aber nicht nur den Organisator freut das Resultat, auch die Region profitiere von dieser Veranstaltung. Teilnehmer aus den unterschiedlichsten Teilen der Erde nehmen positive Aspekte mit und bilden einen Multiplikator für die Zukunft.

Auch heuer war beim Flugplatzfest das Publikumsinteresse groß. Es gab für jedermann die Möglichkeit, mitzufliegen. Bei verschiedenen Flugvorführungen, darunter auch der Formations-Segelflug von Wolfgang Oppelmayer und Hans Bauer, konnten auch die ortsansässigen Akteure ihr Können zeigen. Die „Flying Bulls“ waren mit dem Blanix-Segelkunstflugteam und mit der Cessna 337 Push-Pull, gesteuert vom Chefpiloten Sigi Angerer, sowie mit Thomas Morgenstern vertreten.

Rudolf Wenighofer zog zufrieden Bilanz: „Ich glaube, dass wir mit der Veranstaltung einen positiven Beitrag für die gesamte Region – auch touristisch – leisten konnten.“