Siedlung im Grünen für junge Familien. Im Ortsteil „Ziegrandl“ stehen die Vorbereitungen für die Erschließung des neuen Baulandes kurz vor dem Abschluss.

Von Adalbert Mraz. Erstellt am 15. September 2016 (05:38)
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Bürgermeister Gerhard Math auf dem neuen Siedlungsgebiet „Ziegrandl“.
Mraz

Im Vorjahr hat die Gemeinde zwei Grundstücke mit einer Gesamtfläche von rund 20.000 Quadratmetern erworben. Sie will damit neues Bauland schaffen. Das Siedlungsgebiet soll erweitert werden, um vor allem jungen Bürgern in ihrem Heimatort Wohnmöglichkeiten zu bieten.

Die Umwidmung, Parzellierung und die erste Etappe der Infrastrukturarbeiten (Wasser, Kanal) sind bereits abgeschlossen. Die Verlegung von Gas-, Strom- und Telefonleitungen folgt in Kürze. Derzeit sind 12.000 Quadratmeter parzelliert und aufgeschlossen.

Auf 3.000 Quadratmetern errichtet die Tochterfirma der gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaft EBSG-Unternehmensgruppe eine geförderte Wohnanlage mit neun Einheiten für „Junges Wohnen“, zwei Terrassenwohnungen und vier Reihenhäusern. Den Rest nehmen 13 Bauplätze zur individuellen Bebauung ein. Die Kosten des gesamten Projektes belaufen sich für die Gemeinde auf 770.000 Euro (380.000 Euro für den Ankauf, 40.000 Euro Umwidmungskosten und 350.000 Euro für die Infrastrukturmaßnahmen).

Investitionen lohnen sich

Das Projekt war nicht einfach zu realisieren, da das Areal neben dem Hundsheimer Berg und damit nahe einer Schutzzone (Natura 2000, WWF und Vogelschutz) liegt. „Mit der Auflage, einen entsprechend breiten Grüngürtel anzulegen, wurden die Genehmigungen erteilt“, berichtet SP-Bürgermeister Gerhard Math und fügt stolz an: „Mit der Umwidmung ist die Schaffung einer besonders schönen Wohngegend gelungen.

Die Investitionen lohnen sich auf jeden Fall, vielleicht kann man junge Hundsheimer, die mangels geeigneter Wohnmöglichkeiten den Heimatort verlassen haben, wieder zur Heimkehr motivieren.“ Im neuen Siedlungsgebiet entsteht im ersten Abschnitt Platz für etwa 60 Personen. Geplante Fertigstellung: Ende 2017.