Brucker Tierheim nahm "Keller-Welpen" auf

Erstellt am 14. Februar 2022 | 18:07
Lesezeit: 3 Min
Das Tierheim Bruck hat sich um vier Huskys angenommen, die im Weinviertel vor skrupellosen Tierhändlern gerettet wurden. Spenden werden dringend erbeten.
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Es war ein grausamer Fall von illegalem Welpenhandel, der da vor kurzem aufgeflogen ist. Sowohl im Bezirk Hollabrunn als auch im Bezirk Gänserndorf wurden junge Hunde unter schrecklichen Bedingungen gehalten. In beiden Fällen wurden Husky- und Rottweilerwelpen befreit, die zum Teil in völliger Dunkelheit im verdreckten Keller eines Presshauses versteckt worden waren.

„Das Tierheim Krems hat uns um Hilfe bei den Huskywelpen gebeten“, erzählt Anna Zwettler, Obfrau im Brucker Tierheim, dass der Brucker Tierschutzverein seine Unterstützung zugesagt hat. So befinden sich seit wenigen Tagen zwei männliche und zwei weibliche Huskywelpen in dessen Obhut. Beide sind etwa 16 Wochen alt. „Der erste tierärztliche Check wurde bereits vom Tierheim Krems vorgenommen, trotzdem werden noch medizinische Abklärungen folgen müssen“, so Zwettler, die erleichtert berichtet, dass die „Rasselbande auf den ersten Blick trotz ihrer bisherigen Erfahrungen freundlich und gut gelaunt ist“.

Weitere ausgesetzte Tiere in Biedermannsdorf gefunden

In den Tagen nach der Übernahme wurden noch weitere ausgesetzte Welpen und erwachsene Tiere in Biedermannsdorf gefunden. „Die Kriminalpolizei geht davon aus, dass entweder die Käufer kalte Füße bekommen haben oder in dieser Gegend eine weitere Vermehrerstelle ist. Die Bevölkerung soll sich bei Verdachtsfällen bitte an die Polizei wenden oder die NÖ Landestierheime informieren“, sagt Anna Zwettler.

Was die vier Huskywelpen im Tierheim angeht, seien bereits etliche Anfragen eingegangen. Zwettler betont allerdings: „Wir bitten alle noch um etwas Geduld, da die Welpen tierärztlich und behördlich noch nicht freigegeben sind. Es sind einige Untersuchungen in den nächsten Tagen angesetzt, um den Gesundheitszustand der Welpen abzuklären. Es geht vor allem darum, ansteckende Infektionskrankheiten wie Parvovirose auszuschließen bzw. im Fall des Falles entsprechend behandeln zu können“.

Dringend benötigt werden jedoch Spenden, um die zusätzlichen Kosten stemmen zu können. IBAN: AT66 2021 6249 1468 2900, Betreff: „Huskywelpen 2022“. Gebraucht wird laut Zwettler aber auch Spielzeug für die Welpen (möglichst ohne Quietschi), Welpenunterlagen, Hundenassfutter (ideal sei Nassfutter von Rinti Huhn pur) und Leckerlis in Welpengröße.

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