Bezirk Bruck bangt um Lebensqualität. Der Verein VEG macht gegen Giftmüll-Deponie und bevorstehende Verkehrs-Großprojekte in der Region mobil.

Von Josef Rittler. Erstellt am 29. Mai 2019 (06:00)
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Hermann Litschauer (BILEF Enzersdorf), Erna Hancvencl (Obmann-Stellvertreterin), Karl Havlicek (Obmann), Heinz-Christian Berthold, Josef Havlicek und Alexander Karpf-Zimmermann.
Rittler

Der Bezirk Bruck ist nach seiner Erweiterung in etlichen Bereichen in Österreich auf den ersten Platz gerückt – etwa was das Bevölkerungswachstum betrifft. Leider ist der Bezirk auch in anderer Hinsicht Spitze: „Bei Erkrankungen der Verdauungsorgane, Krebs oder Diabetes liegt der Bezirk ebenfalls weit vorne“, berichtet Hermann Litschauer von der Bürgerinitiative für ein lebenswertes Enzersdorf, kurz BILEF.

Grund sei die hohe Grundbelastung der Region insbesondere mit Ultrafeinstaub, der vor allem vom Flugverkehr herrühre. Der Bau einer dritten Piste des Flughafens Schwechat sowie mehrere weitere Großprojekte, die in der Region geplant sind, würden die Situation verschlechtern: „Da müssen wir uns wehren.“

Wir bezweifeln, dass die Region von diesen monströsen Projekten profitiert.“ VEG-Obmann Karl Havlicek

Litschauer war auf Einladung des „VEG – Verein zur Erhaltung und Verbesserung des Gallbrunner und Stixneusiedler Lebensraumes“ am Donnerstag ins Musikheim gekommen, wo der VEG einen Infoabend zu dringenden Infrastrukturproblemen der Region veranstaltete. Der Verein macht es sich seit 1989 zur Aufgabe, den Lebensraum der Dörfer und der näheren Umgebung zu erhalten und zu verbessern. Jetzt fordern sie einen Schulterschluss der Bevölkerung gegen die anstehenden Projekte.

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