Radnetz um Bruck soll dichter werden

Erstellt am 23. März 2022 | 05:37
Lesezeit: 3 Min
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Radweg-Verbindungen zwischen Bruck und dessen Nachbargemeinden sollen das Alltagsradeln einfacher machen.
Foto: Shutterstock/Larisa Rudenko
Bruck und seine Nachbarn Höflein, Göttlesbrunn und Bruckneudorf sollen gemeinsam Radinfrastruktur verbessern.
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Radfahren soll in Niederösterreich komfortabler und einfacher werden. Dazu wurden im Industrieviertel 14 „Radbasisnetz-Regionen“ mit hohem Radfahr-Potenzial identifiziert. Eine davon ist Bruck mit seinen Nachbargemeinden Höflein, Göttlesbrunn und Bruckneudorf.

Ziel der Initiative ist es, dass die Gemeinden ihre Radwege koordiniert planen, um eine sichere und gut vernetzte Radinfrastruktur zu schaffen. Bis 2030 will das Land mit dieser Maßnahme erreichen, dass die täglich mit dem Rad zurückgelegten Wege verdoppelt werden.

„Um das Ziel der Verdoppelung des Anteils der Aktiven Mobilität in Niederösterreich bis 2030 zu erreichen, setzen wir auf den Ausbau des Radwegnetzes und investieren in Summe 100 Millionen Euro. Ein erster Schritt wird mit den Radbasisnetzplanungen gesetzt“, sagt dazu Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko (ÖVP).

Potenzial für Radfahrer wird in Gemeinden ermittelt

Dafür wurden in einer Experten-Analyse niederösterreichweit jene Gemeinden mit dem höchsten Radfahrpotenzial herausgefiltert und so genannten Potenzialregionen zugeordnet, wie nun Bruck eine ist. Letztendlich soll hier ein zusammenhängendes Radwegenetz entstehen.

Ein erstes Online-Treffen dazu hat bereits stattgefunden. Vertreter der Abteilungen Raumordnung und Gesamtverkehrsangelegenheiten, der Landesstraßenplanung, der NÖ Straßenbauabteilung und der NÖ Agrarbezirksbehörde informierten die Gemeinden gemeinsam mit dem Planungsbüro Schimetta über den Ablauf und die Fördermöglichkeiten.

Mehrere Radprojekte, die gemeinsam umgesetzt werden sollen, wurden dabei bereits definiert. So wünscht sich Göttlesbrunn beispielsweise einen durchgehenden Radweg von Bruck bis Fischamend, der eben auch die Ortsteile Göttlesbrunn und Arbesthal einbindet. „Das könnte man dann eventuell weiterführen bis nach Schwechat und Wien“, so Göttlesbrunns Bürgermeister Franz Glock (ÖVP).

Radwege für den Alltag besonders wichtig

Auch sein Amtskollege aus Höflein, Otto Auer (ÖVP), sieht das Projekt positiv. Er betont, dass dabei die „Alltagsradwege“ im Vordergrund stehen sollen, und erst in zweiter Instanz auch eine touristische Nutzung mitgedacht werde. So überlege man etwa eine direkte Radverbindung zwischen Bruck und Höflein.

„Da haben wir ein bisschen ein Problem, weil wir über die Autobahn müssen“, erklärt Auer. Alternativen für eine Umgehung der A4 gebe es aber bereits. Die geplante Verbindung nach Höflein betont auch Brucks Bürgermeister Gerhard Weil (SPÖ). Zusätzlich will er auch jene Radwege verbessern, die es zwar bereits gibt, die aber nicht in entsprechendem Zustand sind. „Und wir haben auch Rohrau reinreklamiert, das gehört schließlich auch zu unserer Region“, so Weil.

Bruckneudorfs Bürgermeister Gerhard Dreiszker (SPÖ) konnte zwar bei der ersten Besprechung nicht dabei sein. Pläne für den Radweg-Ausbau gibt es aber auch auf der burgenländischen Seite. So soll eine Verbindung von Bruck bis Sommerein auch den Ortsteil Kaisersteinbruch anbinden. „Für uns ist das natürlich super, weil viele Kaisersteinbrucher enge Kontakte nach Sommerein haben“, so Dreiszker.

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