"NetzBeweis" aus Mannersdorf gewinnt Ideenpreis

Erstellt am 17. Juli 2022 | 05:50
Lesezeit: 3 Min
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Stolz und erfreut zeigen sich: Landesrat Jochen Danninger, Philipp Omenitsch und Katharina Bisset von „NetzBeweis“ und „riz up“- Geschäftsführerin Petra Patzelt.
Foto: Strasnik
Das Jungunternehmen aus Mannersdorf überzeugt beim diesjährigen „riz up GENIUS Ideen- und Gründerpreis“ mit Innovation.
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„Niederösterreich ist ein Land der genialen Geschäftsideen und jede einzelne hat das Potenzial, unser Land weiterzubringen“, zeigt sich Landesrat Jochen Danninger (ÖVP) bei der Preisverleihung im AirportCity Space am Flughafen Wien erfreut. Das junge, dynamische Team bestehend aus zwei Juristen, Katharina Bisset und Michael Lanzinger, und zwei Softwareentwicklern, Thomas Schreiber und Philipp Omenitsch, überzeugten beim diesjährigen „riz up-Wettbewerb“ für Jungunternehmen und Startups die Fachjury, und erreichten den zweiten Platz mit einem dotierten Preisgeld in der Höhe von 4.000 Euro.

Das Besondere am gleichnamigen Projekt „NetzBeweis“ ist die lückenlose und unkomplizierte Beweissicherung im Internet. Mittels eines sogenannten „Plug-ins“, einer Software-Erweiterung, können diverse Social-Media-Plattformen oder private Chat-Nachrichten automatisiert gespeichert, elektronisch signiert und mit einem Zeitstempel versehen gesichert werden. Dabei kann es sich etwa um Urheberrechtsverstöße und Hasskommentare handeln.

Entstanden ist die Idee aus ganz pragmatischen und praktischen Gründen, da sogenannte „Screenshots“, also Bildschirmfotos, oft über eine schlechte Qualität verfügen bzw. manipulierbar sind und darum als Beweiskraft vor Gericht oft nicht zugelassen werden. Aufmerksamkeit erlangte das Team bereits im Mai dieses Jahres mit einem Auftritt bei der TV-Show „Die Höhle der Löwen“. Dabei konnten gleich zwei Investoren überzeugt werden, in das Unternehmen zu investieren.

Solche Auftritte bzw. der zweite Platz beim „riz up-Wettbewerb“ sind enorm wichtig für das Unternehmen, wie Mitbegründerin Katharina Bisset betont: „Netzsicherheit ist ein enorm wichtiges Thema, was jedoch den wenigsten bewusst ist. Daher freuen wir uns, durch mediale Auftritte, das Bewusstsein der Bevölkerung zu schärfen und auf die Problematik hinzuweisen.“ Zurzeit arbeitet das 2020 gegründete Unternehmen hauptsächlich mit Rechtsanwaltkanzleien, NGO’s und Legal-Softwareanbietern zusammen. Geplant ist in naher Zukunft die Kooperation mit öffentlichen Stellen, wie etwa Ministerien und Magistraten. Das Projekt „NetzBeweis“ ist also noch lange nicht fertig, denn es muss ständig erweitert, adaptiert und angepasst werden.

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