Hainburg: 25 Jahre Nationalpark Donau-Auen

1996 wurde auf dem Schlossberg das Abkommen zur Errichtung des Schutzgebietes unterzeichnet.

Erstellt am 27. Januar 2021 | 05:12
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Umweltminister Martin Bartenstein (VP), der NÖ-Landeshauptmann Erwin Pröll (VP) und Wiens Bürgermeister Michael Häupl (SP) unterzeichnen das Nationalparkabkommen.
Foto: Nationalpark/Isensee

Im Schatten der Corona-Krise feiert der Nationalpark Donau-Auen seinen 25. Geburtstag. Nach jahrzehntelangen Vorarbeiten und zum Teil heftiger öffentlicher Diskussion war 1996 die Vereinbarung zur Schaffung des Schutzgebietes im Burghof auf dem Schlossberg unterzeichnet worden. 

Die Errichtung war nicht unumstritten. In Erinnerung geblieben ist vor allem die Besetzung der Au bei Hainburg und Stopfenreuth als Protest gegen ein geplantes Donaukraftwerk (zur Geschichte siehe Infobox). Seither hat sich vor allem das Umweltbewusstsein gewandelt. Der Nationalpark ist eine feste Größe in der Region, er bewahrt nicht nur eine in Mitteleuropa einmalige Flussauenlandschaft, sondern ist auch wichtiger Erholungsraum zwischen Wien und Bratislava. Zahlreiche Maßnahmen von der Gewässerrenaturierung bis zum Artenschutz wurden im Nationalpark bereits umgesetzt, weitere sind in Planung.

Zudem wurde ein vielfältiges Exkursionsprogramm entwickelt, das den Besuchern den Wert und die Besonderheit der Aulandschaft näherbringt. Die Saison 2021 steht ganz im Zeichen dieses Jubiläums, derzeit umfasst sie neben Festveranstaltungen auch die Themenwanderungen, Bootstouren und Nationalparkcamps sowie die Programme im Nationalpark-Zentrum Schloss Orth. „Wir müssen natürlich berücksichtigen, wie sich die Corona-Situation entwickelt“, erklärt Nationalpark-Sprecherin Erika Dorn. Je nach Verlauf der Krise könnten einzelne Veranstaltungen abgesagt oder verschoben werden.

Die Mittelalterstadt ist mit dem direkt vor der Haustür gelegenen Schutzgebiet eng verbunden. So sind sowohl die Mittelschule als auch die Volksschule Partnerschulen des Nationalparks. Auch der Fremdenverkehr profitiert. „Für Hainburg hat der Nationalpark eine enorme Bedeutung, vor allem was den sanften Tourismus betrifft“, sagt Bürgermeister Helmut Schmid (VP).

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