Maschinengewehr-Schüsse mitten in der Nacht

Eine unangekündigte Übung des Bundesheeres sorgte in der Nacht auf Mittwoch für helle Aufregung in Kaisersteinbruch.

Erstellt am 16. September 2021 | 15:23
New Image
Eine Bundesheer-Übung riss die Anrainer in Kaisersteinbruch aus dem Schlaf.
Foto: Archiv

In der Nacht auf Mittwoch wurden die Ortsbewohner kurz nach Mitternacht durch den Lärm von Maschinengewehr-Salven aus dem Schlaf gerissen. Auf einem derzeit brach liegenden Gelände neben dem ehemaligen Gasthaus Hofer ballerten Soldaten des Jagdbataillons Klagenfurt bei einer nächtlichen Übung.

„Mitten im Ortszentrum, das geht gar nicht“, poltert SPÖ-Bürgermeister Gerhard Dreiszker, der von der Übung vorab ebenso wenig informiert worden war, wie die Anrainer. „Viele Bewohner waren verängstigt, was los ist, der halbe Ort ist zusammengelaufen“, schildert ein Anrainer.

Der Kommandant des Truppenübungsplatzes, Markus Ziegler, entschuldigt sich für die nächtliche Ruhestörung. Sie basiere auf einem Missverständnis: Der Kommandant der Kärntner Elite-Truppe habe die Übung auf Basis veralteter Daten durchgeführt. Das Übungsgelände wurde vor rund drei Jahren vom Bundesheer an die Gemeinde verkauft, die dort Wohnungen errichten will. Besagte Übung, an der rund 700 Soldaten teilnahmen, fand also auf Gemeindegrund statt.

Kommandant Ziegler räumt ein, dass hier Verbesserungsbedarf besteht: „Ortschaften sind grundsätzlich von jeglichen Übungen ausgenommen. Wir werden darauf besonders achten, dass so etwas nicht mehr passiert.“