Militärhunde für die Armee in Ghana. Das Österreichische Bundesheer unterstützt mit einem neuen Projekt die Ausbildung von Diensthunden in Ghana.

Von Otto Havelka. Erstellt am 01. Juni 2019 (04:12)
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Ausbildungsleiter Klaus Fallmann, Sergeant Patience Issaka mit Vlip, Captain Ewenesa Ackwerh, Korporal Gettysburg Larbie mit „C IV Girl“ und Kommandant Otto Koppitsch.
Havelka

Letzte Woche schlossen eine Soldatin und ein Soldat der „Ghana Armed Forces“ (Heer der afrikanischen Republik Ghana) eine dreimonatige Ausbildung zum Hundeführer im Militärhundezentrum in Kaisersteinbruch ab. Die erstmalig durchgeführte Ausbildung erfolgte im Rahmen einer Kooperation des Österreichischen Bundesheeres mit den ghanaischen Streitkräften zum Thema „Combat Dog Training“. Mit österreichischem Know-how soll auf der Basis „Train the Trainer“ die Ausbildung von Schutz- und Spürhunden vor Ort optimiert werden.

Sergeant Patience Issaka trainierte mit Vlip drei Monate im Militärhundezentrum Kaisersteinbruch.
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Mit Hilfe der österreichischen Soldaten soll in der Hauptstadt Ghanas, Accra, ein regionales Kompetenzzentrum für Hundeausbildung aufgebaut werden – das sogenannte „National Dog Training Centre“. In dem Trainingszentrum sollen künftig neben Militärhunden unter anderem auch Diensthunde von Behörden wie der Justiz, des Zolls oder auch der Polizei ausgebildet werden. Ziel des Projektes ist, die Hundeführerausbildung in Ghana zu fördern, um künftig mit gut ausgebildeten Hunden eine „Verbesserung des Grenzmanagements oder auch Bekämpfung der organisierten Kriminalität zu unterstützen und damit einen wesentlichen Beitrag zur Stabilität der westafrikanischen Region zu leisten“, erklärte Ortwin Gammer, Leiter der Projektgruppe Afrika in der Direktion für Sicherheitspolitik im Heeresministerium.

Im Herbst ist eine weitere Entsendung eines Mobilen Training Teams des Bundesheeres nach Ghana geplant. Zusammen mit dem Team des Bundesheeres sollen auch die belgischen Schäferhunde der beiden ghanaischen Soldaten, welche vom Bundesheer zur Verfügung gestellt wurden, nach Ghana zu ihren neuen Besitzern gebracht werden und dort auch als Zuchthunde eingesetzt werden.