Rettungshunde stöbern im Schloss Königshof. Das Schloss Königshof in Kaisersteinbruch soll in Zukunft als Trainingsgelände für die Hundestaffel dienen.

Von Otto Havelka. Erstellt am 09. Oktober 2020 (03:44)
Mischlingshündin Mira spürt bei der Übung im Schloss Königshof zwischen Steinblöcken einen Verletzten auf.
Havelka

Seit sich im Sommer dieses Jahres die Rettungshundestaffel Mörbisch gründete, sind die neun Mitglieder mit ihren Vierbeinern auf der Suche nach einem Trainingsgelände. Dieses haben sie nun im Schloss Königshof gefunden. Am vergangenen Samstag schnüffelten die Hunde erstmals im Schlossgelände, um versteckte Personen aufzuspüren.

Hundestaffel-Obfrau und Landesausbildungsreferentin Corinna Hirschl erklärt: „Wir sind immer auf der Suche nach neuen Übungsarealen, denn im Ernstfall sind die Hunde auch in einem ihnen unbekannten Gebiet im Einsatz.“

Eingesetzt wird die Mörbischer Hundestaffel vor allem bei der Suche nach vermissten Personen in der Region: Demenzkranke, die nicht mehr nach Hause finden, Schwammerlsucher, die sich in der Dunkelheit verirren, Diabetiker, die es wegen Unterzuckerung nicht mehr nach Hause schaffen.

„Die meisten Einsätze erfolgen abends, wenn es dunkel wird“, weiß Hirschl. Daher werden die Hunde im Rahmen ihrer rund zweijährigen Ausbildung sowohl auf Suche in der weiten Flur wie in Trümmerhaufen trainiert.

Die Schar der Rettungshunde ist bunt gemischt: Vom Schäferhund über einen Riesenschnauzer bis zum Mischlingshund sei nahezu jede Rasse als Rettungshund geeignet, so Hirschl. Konkretes Beispiel: Die kleine Mischlingshündin Mira, die einst von ihren Besitzern ausgesetzt wurde, stöbert erfolgreich Verletzte im Gelände auf.