Sperrstund am Schießplatz. Nach zahlreichen Beschwerden von Anrainern über Schießlärm am Wochenende wurde nun eine Regelung mit dem Truppenübungsplatz Bruckneudorf vereinbart.

Von Otto Havelka. Erstellt am 23. Januar 2020 (03:34)
Der Lärm von der Schießanlage des Bundesheeres sorgt bei Anrainern für Unmut. Nun gilt für den Heeressportverein ab Samstagmittag Schießverbot.
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„Es ist unerträglich. Die Hunde sind außer Rand und Band und es klingt so, als ob im eigenen Garten mit Gewehren geschossen würde.“ – So klagen etliche Bewohner seit Monaten über Lärm aus dem naheliegenden Schießplatz des Truppenübungsplatzes (TÜPl). Vor allem am Wochenende sei das Ballern unerträglich.

Was die Anrainer besonders ärgerte: Der Schießlärm rührt nicht von Übungen des Bundesheeres, sondern von Trainingseinheiten des Heeressportvereines. Jeden Samstag treffen Sportschützen aus Wiener Neustadt, Hainburg, Wien und Zwölfaxing am Schießstand des TÜPl zusammen, um ihre Treffsicherheit unter Beweis zu stellen.

Nun wurde als ersten Schritt eine gütliche Lösung zwischen SP-Ortsvorsteher Josef Hofer und TÜPl-Kommandant Markus Ziegler getroffen: Die Sportschützen feuern um 12 Uhr mittags ihren letzten Schuss ab. Damit sei man im Einklang mit der Wochenendruhe der Gemeinde, nach der ab 12 Uhr am Samstag auch kein Rasenmäher mehr angeworfen werden darf, erklärt TÜPl-Kommandant Ziegler. Schießübungen des Bundesheeres sind von der Vereinbarung ausgenommen.

Ortsvorsteher Hofer will vorerst einmal abwarten, ob die neue Regelung auch eingehalten wird: „Es ist zumindest ein kleiner Schritt im Sinne der Betroffenen.“