Aus dem Leben einer Brucker Rennfahrer-Legende

Karl Oppitzhauser, Welt- und Europameister, schildert in dem Bildband „Mein Abenteuer Motorsport“ seine größte Leidenschaft.

Erstellt am 12. Dezember 2019 | 05:34
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Karl Oppitzhauser signierte die Bücher für die zahlreichen Gäste bei der Buchpräsentation.
Foto: Oppitzhauser

Gut 2.000 Rennen ist er in seinem Leben gefahren, überschlägt Karl Oppitzhauser kurz im Kopf. Ans Aufhören denkt der heute 78-Jährige dennoch noch lange nicht. Die Leidenschaft für den Rennsport liegt ihm im Blut. „Solange ich den Adrenalinschub spüre, wenn die Motoren aufheulen, werde ich weiter Rennen fahren“, meint der Brucker, der sich auch entsprechend fit hält. „Ich rauche nicht, ich trinke nicht, ich stehe jeden Tag um fünf Uhr auf, laufe eine halbe Stunde am Laufband, dann gehe ich ins Autohaus bis am Abend“, so Oppitzhauser.

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Sein Leben mit dem Motorsport hat Oppitzhauser nun in eineinhalbjähriger Arbeit in einem Buch zusammengefasst. „Mein Abenteuer Motorsport“ erzählt von den Anfängen mit dem ersten Fahrrad bis zum heutigen Tag. Dazwischen liegen Erfolge am laufenden Band. Dazu zählen auch zwei Weltrekorde. Den im Top-Car-Speed-Skiing, also Schifahren am Autodach, hält er seit über 30 Jahren. Und 1975 sprang Oppitzhauser mit einem Peugeot über 29 Autos.

In den Jahren 1976 und 1977 fuhr Oppitzhauser sogar mit einem eigenen Team Formel 1. „In den beiden Jahren gab es zwei Tote. Das war mir zu gefährlich“, erzählt Oppitzhauser, warum er im Jahr darauf zu BMW wechselte. Dort blieb er dann 25 Jahre, wurde einmal Welt- und einmal Europameister im Tourenwagen. Im Buch finden sich unzählige Anekdoten dazu. Unterm Strich ging es dabei jedoch immer um eines – um Geschwindigkeit.

Rennfahrer aus Leidenschaft

„Ich hatte immer das schnellste Fahrrad, dann das schnellste Moped und seither immer die schnellsten Autos“, erzählt der leidenschaftliche Rennfahrer. Auf allen Rennstrecken Europas habe er zumindest zweimal gewonnen. Etliche seiner Flitzer hat er sich aufgehoben.

„Das WM-Auto aus 1980 habe ich noch. Damit bin ich jetzt erst in Hockenheim unter die ersten Drei gefahren“, so Oppitzhauser. 1995 wechselte er dann zu Ferrari, dem er bis heute treu geblieben ist. Bei der Buchpräsentation am burgenländischen Weingut Scheibelhofer war daher auch das neueste Ferrari-Modell dabei – ebenso wie gut 190 prominente Gäste, angeführt von zahlreichen Rennfahrer-Kollegen.

Das Buch ist im Autohaus Oppitzhauser in Bruck erhältlich.

Pläne für ein weiteres Buch über seinen wirtschaftlichen Erfolg in Bruck gibt es auch schon. „Das mache ich dann, wenn ich einmal wirklich im Ruhestand bin“, meint Oppitzhauser.