„Sicherheitsinseln“ in Zwölfaxing und Langenlebarn fix. Für den Katastrophenfall werden vom Bundesheer besondere Stützpunkte aufgebaut. Bei der Entscheidung für die zwei Kasernenstandorte in Niederösterreich spielte vor allem auch die verkehrstechnische Erreichbarkeit eine Rolle.

Erstellt am 14. Mai 2018 (15:22)
APA
Heeresminister Kunasek (FPÖ)

Zwei der insgesamt zwölf neuen Sicherheitsinseln in Österreich, die als Rückzugsort für Personal, Fachleute und teils auch für die Bevölkerung im Krisenfall dienen sollen, werden in Niederösterreich eingerichtet. Es sind dies die Kasernen in Zwölfaxing bei Wien sowie der Fliegerhorst in Langenlebarn bei Tulln, wie der NÖN im Verteidigungsministerium bestätigt wurde.

Heeresminister Mario Kunasek (FPÖ) wird  am Mittwoch dieser Woche im Ministerrat den vorgesehenen Regierungsbeschluss für die Sicherheitsinseln fassen lassen. Diese Sicherheitsinseln, die jetzt an Standorten des Bundesheeres aufgebaut werden, sollen im Krisen- und Katastrophenfall möglichst autark eine längere Zeit Menschen als Schutz- und Rückzugsort dienen.

Dafür muss unter anderem über einen bestimmten Zeitraum Unabhängigkeit von der allgemeinen Energieversorgung, bei der Wasserversorgung sowie mit Lebensmitteln gewährleistet werden. Die zwölf Standorte für Sicherheitsinseln sind auf ganz Österreich aufgeteilt, um in möglichst vielen Regionen solche Stützpunkte im Bedarfsfall zur Verfügung zu haben.

Keine Bunker irgendwo im Niemandsland

Die Entscheidung durch Verteidigungsminister Kunasek wurde vom Generalstab des Bundesheeres vorbereitet. Dabei sollte jeder Standort möglichst viele Voraussetzungen erfüllen, um in die engere Auswahl zu kommen.

Eine wichtige Rolle spielte dabei auch eine gute verkehrstechnische Anbindung. „Bunker irgendwo weit weg haben wenig Sinn“, wurde der NÖN im Heeresressort zur Auswahl der Standorte Zwölfaxing und Langenlebarn in Niederösterreich erklärt. Im Falle von Langenlebarn hat die Nutzung als Fliegerhorst eine maßgebliche Rolle gespielt.

Wie geht es nun weiter? Nach dem Beschluss  im Ministerrat wird dann jede der zwölf Sicherheitsinseln individuell und „Schritt für Schritt“ auf die Funktion als Sicherheitsinsel für Katastrophen- und Krisenfälle ausgebaut. Die Voraussetzungen dafür seien an den verschiedenen Kasernenstandorten derzeit unterschiedlich.  Manche seien bei der Energieversorgung weiter, andere bei der Ausstattung für eine längerfristige Wasserversorgung.