Kein Beitritt zu LEADER. / Am Montag sprachen sich die Mitglieder des Gemeinderats mehrheitlich gegen einen Beitritt zur LEADER-Region in der kommenden Periode aus.

Von Ines Garherr. Erstellt am 21. August 2014 (09:46)
NOEN, NÖN
Am Montag fassten die Gemeinderäte endgültig den Beschluss, dem Leader-Projekt und dem Regionalentwicklungsverein Römerland-Carnuntum auch in der Periode von 2014 bis 2020 nicht beizutreten. Mitglieder der Leader-Region profitieren vor allem durch die Förderung von Projekten in der Ortschaft. Schwerpunktthemen für förderbare Projekte sind etwa erneuerbare Energie, Jugend, Bildung und Tourismus. Als letzte Gemeinde im Bezirk Bruck ist Sommerein nicht in das Projekt involviert.

In der Gemeinderatssitzung am 18. August forderte Bürgermeister Karl Zwierschitz (SP) die Gemeinderäte auf, über den Beitritt abzustimmen, und dabei
alle Fraktionszwänge außer Acht zu lassen. Bereits am 15. Juli fand eine Besprechung des Gemeinderats mit Bernhard Fischer, dem Geschäftsführer des Leader-Projekts, statt.

Geteilte Meinung auch innerhalb der Fraktionen 

Seitdem hatten die Mitglieder des Gemeinderats Zeit, sich eine Meinung zu bilden. Die Abstimmung endete schließlich mit einer geringen Mehrheit von acht zu sechs, die sich gegen den Beitritt richtete.

Die 12.000 Euro, die der Eintritt kosten würde, und die 6.000 Euro jährlich, mit denen die Gemeinde für das Projekt hätte aufkommen müssen, ließen den Beitritt für die meisten Gemeinderäte unattraktiv wirken. „Projekte, die gefördert werden würden, machen in Sommerein keinen Sinn. Das ist nicht nur mein Standpunkt, diese Ansicht geht quer durch die Fraktion“, meinte etwa Vizebürgermeister Friedrich Kögl (SP), der gegen Beitritt stimmte.

Jedoch gingen die Meinungen auch in der SPÖ auseinander. Bürgermeister Zwierschitz etwa stimmte, wenn auch nicht gänzlich überzeugt, für den Beitritt. „Ich glaube zwar nicht, dass das Projekt eine großartige finanzielle Lösung für unsere Gemeinde bedeuten wird, aber wir befinden uns mitten in der Leader-Region. Wenn wir beitreten, können wir als Region gemeinsam auftreten“, erklärte er.

Auch VP-Obfrau Christine Besser, die sich schon seit Längerem für das Leader-Projekt begeistert, sprach sich für den Beitritt aus: „Wir würden in der Region profitieren. Es geht mir hauptsächlich darum, die EU-Gelder für Projekte im Ort zurückholen zu können. Die 6.000 Euro pro Jahr kommen durch die finanzierten Projekte locker wieder herein. Ein Beitritt würde der Bevölkerung zugute kommen. Außerdem sollten wir als Region gemeinsam auftreten.“