Brucker Tierheim geht bald das Geld aus. Coronabedingt musste Flohmarkt abgesagt werden. Gleichzeitig sind derzeit zahlreiche Katzenbabys zu versorgen.

Von Susanne Müller. Erstellt am 20. Mai 2020 (06:01)
Die süßen Katzenkinder brauchen rund um die Uhr Betreuung.
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Seit 9. Mai ist das Brucker Tierheim wieder für Interessenten geöffnet. Allerdings ist ein Besuch nur mit Voranmeldung möglich. „Spontane Besuche sind nach wie vor leider nicht möglich, da wir nur mit den Anmeldungen die Sicherheitsabstände und geforderten Sicherheitsbestimmungen einhalten können“, erklärt Obmann-Stellvertreterin Anna Zwettler.

Und auch während der Zeit des Lockdowns war dem Tierheim-Team keineswegs langweilig. „Wie jedes Jahr hat die Kätzchensaison im Frühling mit ganzer Wucht begonnen“, erzählt Zwettler. Derzeit werden an die 20 Katzenbabys von den Tierheim-Mitarbeitern betreut. „Bei zwei Würfen ist die Mutterkatze dabei, das ist natürlich ein Glücksfall“, so Zwettler.

Allerdings seien auch drei Streunerkatzen aus dem Burgenland mit ihren Kitten vom Tierheim aufgenommen worden, da die burgenländischen Tierheime bereits ihre Kapazitätsgrenzen erreicht haben. „Da Streunerkatzen in ,Gefangenschaft‘ sehr gestresst sind, haben die Mutterkatzen die Versorgung der Kitten eingestellt, weshalb jetzt elf Kätzchen als Handaufzucht versorgt werden müssen“, schildert Zwettler die aufwendige Aufgabe, die derzeit den Pflegern zukommt.

All das spielt sich derzeit allerdings vor einem finanziell schwierigen Hintergrund ab. Aufgrund der Coronakrise musste der Frühlingsflohmarkt abgesagt werden, was für das Tierheim einem herben finanziellen Verlust bedeutet. Die Versorgung der Tiere müsse freilich dennoch weiterhin gewährleistet werden. „Die medizinische Betreuung und Versorgung der Kitten und ihrer Mütter kostet sehr viel Geld“, weiß Zwettler. Erfahrungsgemäß stünden zudem viele Katzengeburten erst bevor. Die Kosten würden also in absehbarer Zukunft nicht weniger werden. „Die finanzielle Situation ist sehr angespannt“, so Zwettler. Im Tierheim sei man für Futterspenden sehr dankbar.

„Jedoch zahlen diese leider keine Operationen, Impfungen und notwendige Behandlungen“, so Zwettler. Der Tierschutzverein ersucht deshalb um Spenden auf das Sparkassen-Konto: IBAN: AT66 2021 6249 1468 2900