Aufmerksam sein oder vernadern?

Susanne Müller über die Belohnungsaktion der SPÖ Maria Lanzendorf.

Erstellt am 09. Mai 2018 | 02:17
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Die Unverfrorenheit, mit der Unrat aller Art einfach in der Landschaft entsorgt wird, nimmt offenbar zu. Immer häufiger sieht man in den Feldern entlang der Straßen Säcke voller Müll. Oft hat man gar den Eindruck, als würden manche Leute jenen Müll, der in ihrer Restmülltonne keinen Platz mehr hat, während der Fahrt einfach beim Autofenster hinauswerfen.

In Maria Lanzendorf geht die SPÖ nun mit ungewöhnlichen Methoden dagegen vor. Anstatt Strafen anzudrohen, wird eine Belohnung ausgesetzt. Und zwar für jene, die derartige Umweltsünder bei der Tat fotografieren. Nun sind strenge Strafen für derartige Umweltsünder offensichtlich unumgänglich. Freilich kann nur gestraft werden, wer auch erwischt wird. Insofern klingt die Aktion der Maria Lanzendorfer schlüssig. Schließlich erhöht sie die Wahrscheinlichkeit, dass jemand, der seinen Unrat irgendwo am Straßenrand loswird, auch tatsächlich angezeigt wird. Allerdings ist dabei auch die Gefahr groß, dass die sicher gut gemeinte Initiative sehr rasch zur Vernaderungsaktion verkommt.