Charmanter und günstiger Weg. Susanne Müller über die neuen Pläne für den Brucker Stadtgraben.

Von Susanne Müller. Erstellt am 26. September 2018 (02:29)

Sie wurde damals als das Herzstück der Stadterneuerung und als Jahrhundert-Projekt präsentiert: die Gestaltung des Stadtgrabens inklusive erweitertem Durchbruch durch die Stadtmauer, um einen Zugang zur Innenstadt zu schaffen. Letztendlich waren es Hürden des Bundesdenkmalamts und der Sparstift im Konsolidierungsprozess, die dafür sorgten, dass das Projekt (wohl für immer) auf Eis gelegt wurde. Schade, denn die Pläne waren überaus vielversprechend.

Nun will Neo-Stadtchef Gerhard Weil dem Stadtgraben mit etwas einfacheren Mitteln Leben einhauchen. Und spätestens seitdem im Graben Veranstaltungen wie der historische Markt oder das Kräuterfest der Pfadfinder abgehalten wurden, ist klar: Der Stadtgraben hat auch ohne viel Zutun Charme. Vielleicht ist es dem Charakter des historischen Grabens sogar zuträglicher, wenn man gar nicht so viel am Status quo verändert. Erfreulich wäre dennoch, wenn die Idee, die Innenstadt über den Graben fußläufig erreichbar zu machen, auch in diese Variante Eingang finden würde.