Das riecht nach einem Politikum. Susanne Müller über den Grundstücksstreit in Au.

Von Susanne Müller. Erstellt am 23. Januar 2019 (02:23)

Die kleine Gemeinde Au ist wieder einmal um eine skurrile Posse reicher. Die Gemeindeführung rund um Ortschef Herbert Mihaly (Zukunftsbündnis Mihaly) wollte einer Auerin untersagen, ihr Haus zu verkaufen. Als dies misslang, forderte sie von der Gemeindebürgerin die stattliche Summe von 24.000 Euro, weil sie aus ihrem Haus innerhalb der Gemeinde umgezogen war. Der Streit landete letztendlich vor Gericht.

Dort hielt die Argumentation der Gemeinde allerdings nicht. Schließlich hat die Auerin ihren Hauptwohnsitz nach wie vor in der Gemeinde. Die Klausel im seinerzeitigen Vertrag hätte laut Urteil lediglich verhindern sollen, dass sie den Ort frühzeitig verlässt, nachdem sie einen verminderten Grundstückspreis bezahlt hat. Dass ein Fall wie dieser nicht anders zu klären ist, als durch ein Gerichtsurteil, zeugt keineswegs von Bürgernähe. Vielmehr riecht es nach einem Politikum, schließlich ist die Betroffene die Tochter einer Gemeinderätin der oppositionellen ÖVP.